Nanogate: Neuer Auftrag – neue Kurschance?

Beim Spezialist für so genannte Hochleistungsflächen läuft derzeit alles rund. Nachdem man schon im März einen Großauftrag in China melden konnte, zieht man nun im Heimatmarkt nach.

 

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© Nanogate

Wie Nanogate meldete, konnte man für seine erst im letzten Jahr übernommene Tochtergesellschaft Vogler einen millionenschweren Auftrag eines deutschen Premium-Autoherstellers an Land ziehen. Wie groß das Auftragsvolumen genau ist, wurde zwar nicht mitgeteilt, aber es soll sich um ein mittleres zweistelliges Millionenvolumen handeln. Für ein Unternehmen, das im letzten Jahr einen Gesamtumsatz von gut 68 Mio. Euro erwirtschaftete, eine starke Hausnummer.

Beim Auftrag geht es konkret um die Lieferung von optisch hochwertigen Komponenten. Vogler ist auf die High-Class-Beschichtung von dekorativen und multifunktionalen Oberflächen spezialisiert und gilt im Bereich Flachsprühtechnologie als Branchenführer. Mit dem nun vereinbarten, über mehrere Jahre laufenden Auftrag sieht sich Nanogate auf dem richtigen Weg, sein mittelfristiges Umsatzziel von 100 Mio. Euro pro Jahr zu erreichen.

 

Umsatzplanung von Nanogate steht

Dabei wird das laufende Jahr als positive Zwischenstation angesehen. So hatte Nanogate bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen für 2014 bereits ein Umsatzziel von 80 Mio. Euro in diesem Jahr genannt. Schaut man auf die umlaufenden Analystenschätzungen, ist das sogar noch recht konservativ.

So hatte Warburg Research aus Anlass der Bilanzvorlage sein Coverage aktualisiert und dabei für dieses Jahr eine Umsatzprognose von rund 87 Mio. Euro ausgegeben. Die von Nanogate angepeilten 100 Mio. Euro könnten nach der Analystenmeinung dabei schon knapp in 2016 erreicht werden.

Woran es noch etwas hapert, ist die ausgewiesene Profitabilität. Was aber Nanogate gut damit erklären kann, dass man weiterhin eine hohe Investitionstätigkeit ausübt. So soll die Investitionsquote auf Basis der Umsatzerwartung von Nanogate bei fast 14% liegen, im kommenden Jahr auf Basis der Analystenschätzungen immerhin noch bei 11,5%.

 

Gewinnexplosion für 2017 erwartet

Erst 2017 ist mit einer temporären signifikanten Verringerung der Investitionsquote zu rechnen, was sich dann aber auch gleich auf die Gewinnerwartung auswirkt. So rechnen die Warburg-Analysten für 1017 gleich mit einer fast Verdreifachung des Nettoergebnisses gegenüber 2016.

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Das schafft weitere spannende Perspektiven für die Aktie. Diese hatte zuletzt einen schwierigeren Stand und war auch unter ihren bisherigen Aufwärtstrend-Kanal gefallen. Doch hat sich bislang die Unterstützungszone um die 39/40 Euro als relativ solide erwiesen. Das schafft Raum für eine Rebound-Spekulation, die allerdings auch ein Stück weit vom allgemeinen Marktumfeld abhängt. Denn sollte es weiterhin so turbulent zugehen, dürften die Anleger zunehmend risikoavers werden und das trifft dann meist auch solch kleine Werte wie Nanogate.

 

Zeitpunkt für weitere Nanogate-Käufe ist noch nicht da

Grundsätzlich gilt also: Unsere erste Kauf-Empfehlung halten wir prinzipiell aufrecht. Aktuell gilt es aber, den Abschluss der laufenden Konsolidierung abzuwarten, ehe man wieder aktiv wird. Wenn das mit der Konsolidierung so umgesetzt werden kann, bekommen Anleger nochmals die Gelegenheit, in eines der spannendsten Technik-Unternehmen im Small-Cap-Bereich preiswerter einzusteigen.

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