NASDAQ 100: 1,7 Prozent Plus auf 29.825 Punkte
Schwache US-Arbeitsmarktdaten beflügeln Zinssenkungshoffnungen und treiben den NASDAQ 100 auf ein neues Wochenhoch.

- NASDAQ 100 schließt mit 1,7 Prozent Plus
- Enttäuschender Arbeitsmarktbericht weckt Zinshoffnungen
- SpaceX und SK Hynix neu im Index
- Meta und Nvidia treiben KI-Rallye an
Der NASDAQ 100 beendet eine bewegte Handelswoche mit einem deutlichen Plus von 1,7 Prozent. Während der Dow Jones schwächelte, trieben der anhaltende KI-Hype und schwache Arbeitsmarktdaten die Technologiewerte nach oben. Am Freitagabend schloss der Index bei 29.825,11 Punkten.
Hoffnung auf Zinswende
Schwache Konjunkturdaten gaben den Kursen am Freitag den entscheidenden Impuls. Ein enttäuschender US-Arbeitsmarktbericht für Juni weckte Hoffnungen auf eine weniger aggressive Zinspolitik der Federal Reserve. Lediglich 57.000 neue Stellen wurden gemeldet.
Das entspricht kaum der Hälfte der Expertenprognosen. Investoren spekulieren nun darauf, dass die Notenbank ihren restriktiven Kurs lockert. Die am Mittwoch veröffentlichten Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung bestätigten zwar die Sorge um die Inflation. Allerdings veränderten die neuen Arbeitsmarktdaten das Stimmungsbild am Markt.
Tech-Riesen im Aufwind
An der Unternehmensfront dominierten KI-Themen und prominente Neuzugänge. Meta Platforms kletterte in der Berichtswoche um fast elf Prozent. Parallel dazu festigte Nvidia seine Führungsrolle bei der Hardware für Künstliche Intelligenz.
Am 6. Juli rückte zudem SpaceX offiziell in den NASDAQ 100 auf. Die Aufnahme dürfte massive Umschichtungen bei passiven Indexfonds auslösen. Am Freitag feierte außerdem der südkoreanische Speicherchip-Hersteller SK Hynix ein erfolgreiches Debüt an der Wall Street.
Das Unternehmen gilt als wichtiger Lieferant von Hochgeschwindigkeits-Speicherchips für KI-Prozessoren. Nicht alle Branchenvertreter konnten am Erfolg teilhaben. Micron und Sandisk verloren zur Wochenmitte jeweils mehr als zehn Prozent an Wert.
Marktstimmung stabilisiert sich
Kurzzeitige politische Spannungen im Iran sorgten zwar für Unruhe am Ölmarkt. Sie belasteten die Aktienkurse bis zum Handelsschluss am Freitag jedoch kaum mehr. Die Marktvolatilität ging spürbar zurück; der Angstbarometer VIX sank auf 15,03 Punkte.
Seit Jahresbeginn summiert sich der Zuwachs im Index damit auf 18,15 Prozent. Der NASDAQ 100 notiert aktuell rund zwölf Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt. Damit setzt sich der langfristige Aufwärtstrend der Technologiewerte vorerst fort.
In der kommenden Woche rückt die Berichtssaison für das zweite Quartal in den Mittelpunkt. Anleger warten nun auf detaillierte Zahlen zur Kreditqualität der Konsumenten und zur Nachfrage nach Unternehmenskrediten. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen schloss die Woche bei 4,56 Prozent.
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