NASDAQ 100: Chip-Rally um 7 Prozent
Halbleiterwerte treiben Nasdaq-Erholung an, während steigende Zinsen und anstehende Inflationsdaten die Märkte belasten.

- Halbleiter-Index SOXX steigt um sieben Prozent
- Nvidia verkündet Partnerschaft mit SK Hynix
- Apple verliert trotz KI-Präsentation an Wert
- US-Inflationsdaten am Mittwoch im Fokus
Der Nasdaq 100 meldet sich zurück. Nach dem brutalen Ausverkauf in der Vorwoche griffen Anleger am Montag wieder zu. Vor allem Halbleiter-Titel trieben die Kurse an. Die Erholung steht allerdings auf wackeligen Beinen.
Tech-Riesen im Fokus
Halbleiter-Aktien führten die Markterholung an. Der Branchen-ETF SOXX sprang im Nachmittagshandel um fast sieben Prozent nach oben. Papiere von Marvell und Intel gewannen sogar mehr als zwölf Prozent. Auch Micron erholte sich von seinem jüngsten Kursrutsch deutlich.
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Nvidia legte moderat zu. Der KI-Gigant verkündete eine Partnerschaft mit dem südkoreanischen Speicherchip-Spezialisten SK Hynix. Corning verbuchte ein Plus von neun Prozent. Das Unternehmen liefert wichtige Glasfaserkabel für Rechenzentren und baut nun massiv Stellen in den USA auf.
Ein Schwergewicht bremste den Index aus. Apple verlor zum Auftakt seiner Entwicklerkonferenz knapp zwei Prozent an Wert. Der Konzern präsentierte zwar eine neue Plattform für generative Künstliche Intelligenz. Investoren reagierten aber skeptisch auf die Aufholjagd im KI-Sektor.
Zinsangst bleibt präsent
Der Nasdaq 100 schloss am Montag bei 29.414 Punkten. Seit Jahresbeginn steht damit ein Plus von gut 16 Prozent auf der Anzeigetafel. Das Rekordhoch aus der Vorwoche bleibt in Schlagdistanz. Die makroökonomische Lage trübt das Bild jedoch ein.
Ein extrem starker US-Arbeitsmarktbericht treibt die Renditen für Staatsanleihen nach oben. Die zehnjährigen Papiere rentieren aktuell bei rund 4,57 Prozent. Zinssenkungen rücken in weite Ferne. Terminmarkt-Händler erwarten für 2026 keine Lockerung mehr. Stattdessen wächst die Wahrscheinlichkeit für weitere Zinserhöhungen.
Die Bewährungsprobe folgt zur Wochenmitte. Am Mittwoch veröffentlichen die US-Behörden die neuen Verbraucherpreise. Einen Tag später folgen die Erzeugerpreise. Fallen diese Inflationsdaten höher aus als erwartet, droht der nächste Ausverkauf. Zusätzlich liefert Oracle am Mittwochabend frische Quartalszahlen. Diese Daten werden belegen, ob Unternehmen angesichts steigender Zinsen weiterhin Milliarden in neue KI-Infrastruktur investieren.
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