NASDAQ 100: Chipwerte treiben neues 52-Wochen-Hoch
Chip- und KI-Aktien stützten den Wochengewinn des Index, während robuste Konjunkturdaten die Zinsbedenken dämpften.

- Zehnjährige US-Renditen erreichten 5,15 Prozent
- NASDAQ 100 legte wöchentlich 3,2 Prozent zu
- Micron und AMD trugen zum Aufschwung bei
- SpaceX-Anteil im Index stieg auf 2,82 Prozent
Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterten am Freitag auf 5,15 Prozent und markierten damit den höchsten Stand seit dem Jahr 2007. Dennoch behauptete sich der NASDAQ 100 und beendete die Handelswoche mit einem Zuwachs von 3,2 Prozent bei 30.608,13 Punkten. Robuste Konjunkturdaten fingen die Zinsbedenken der Investoren ab und stützten das Marktgeschehen.
Auslöser des jüngsten Renditesprungs waren starke Einkaufsmanagerdaten und Äußerungen aus der Federal Reserve. Fed-Gouverneur Michael Barr bezeichnete weitere Straffungsschritte als sein Basisszenario. An den Terminmärkten kletterte die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung im Oktober daraufhin von 55 Prozent auf rund 65 Prozent.
Halbleiter stützen das Sentiment
Die Aussicht auf eine länger anhaltende Zinsbelastung sorgte im Wochenverlauf für deutliche Ausschläge. Höhere Renditen gelten an den Finanzmärkten traditionell als Belastungsfaktor für Technologieaktien, da sie künftige Unternehmensgewinne stärker entwerten und Finanzierungskosten nach oben treiben. Nach einem schwächeren Mittwoch fingen sich die Notierungen zum Wochenausklang jedoch rasch wieder.
Getragen wurde die Aufwärtsbewegung maßgeblich von Chipwerten und Titeln aus dem Umfeld Künstlicher Intelligenz. Im Verlauf der Woche erreichte der Index mit 30.779,67 Punkten ein neues 52-Wochen-Hoch. Zu den wesentlichen Treibern gehörten Schwergewichte wie Micron Technology und Advanced Micro Devices, die für Kauflaune sorgten und die Zinsbelastung zeitweise in den Hintergrund drängten.
Indexanpassung und neue Konjunkturdaten
Parallel zu den makroökonomischen Impulsen traten organisatorische Weichenstellungen in Kraft. Im Zuge der vierteljährlichen Neugewichtung des Index stieg das Gewicht von SpaceX am Montag auf 2,82 Prozent. Bei der Indexaufnahme im Juli hatte der Anteil des Raumfahrtunternehmens noch bei rund 1,28 Prozent gelegen.
Nach den jüngsten Zinsdiskussionen richtet sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer nun auf die anstehenden Wirtschaftsindikatoren. Besondere Beachtung finden in der kommenden Woche die ADP-Beschäftigungsdaten für den privaten Sektor sowie frische Messwerte zu den persönlichen Konsumausgaben, die weitere Signale für die Zinspolitik der Federal Reserve liefern dürften.
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