Nasdaq 100: Fed-Schock trifft Tech
Der Nasdaq 100 verliert deutlich, nachdem heiße US-Erzeugerpreise und ein hawkischer Fed-Dot Plot die Erwartungen an Zinssenkungen für 2026 dämpfen.

- Fed-Dot Plot zeigt weniger Zinssenkungserwartungen
- US-Erzeugerpreise steigen stärker als prognostiziert
- Magnificent Seven Aktien zeigen alle Jahresverluste
- Technische Analyse deutet auf kritische Unterstützung hin
Ein heißer Erzeugerpreisindex am Morgen, ein hawkisher Powell am Nachmittag — der Mittwoch hatte es in sich. Der Nasdaq 100 schloss bei 24.440 Punkten, ein Minus von 1,37 Prozent, und liegt damit seit Jahresbeginn 3,21 Prozent im Minus.
Doppelter Gegenwind
Schon vor der Fed-Entscheidung war die Stimmung angespannt. Die US-Erzeugerpreise stiegen im Februar um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat — mehr als doppelt so stark wie die erwarteten 0,3 Prozent. Dieser heiße PPI-Wert setzte den Ton, bevor Jerome Powell überhaupt ans Mikrofon trat.
Das FOMC hielt die Leitzinsen erwartungsgemäß in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Was die Märkte jedoch belastete, war der Dot Plot: Sieben der 19 Ausschussmitglieder erwarten für 2026 gar keine Zinssenkung mehr — einer mehr als noch im Dezember. Die Inflationsprognose für 2026 wurde auf 2,7 Prozent angehoben, nach zuvor 2,5 Prozent.
Gleichzeitig trieben geopolitische Spannungen den Ölpreis nach oben. Brent-Rohöl stieg auf 104 Dollar je Barrel, nachdem der Iran Angriffe auf eigene Energieanlagen gemeldet hatte. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck — und damit den Spielraum der Fed für Zinssenkungen weiter.
Magnificent 7 ohne Lichtblick
Die Breite des Ausverkaufs war bemerkenswert: Auf jede steigende Aktie kamen rund fünf fallende, alle zwölf Sektoren schlossen im Minus. Amazon verlor 2,5 Prozent und zählte zu den größten Bremsklötzen im Index. Nvidia konnte sich knapp mit einem Plus von 0,3 Prozent behaupten — gestützt durch die laufende GTC-Entwicklerkonferenz von CEO Jensen Huang.
Das Gesamtbild der Magnificent Seven bleibt trüb. Kein einziger der sieben Titel weist 2026 bisher eine positive Rendite auf. Microsoft ist mit einem Jahresverlust von 18 Prozent das schwächste Glied der Gruppe. Apple und Meta haben allein im März jeweils 5,3 Prozent verloren.
Technisch unter Druck
Charttechnisch nähert sich der Index einer kritischen Zone. Das Schlusskurs-Niveau von 24.440 Punkten liegt knapp über der Unterstützung bei rund 24.000 Punkten — einem Bereich, der zuletzt im November 2025 unterschritten wurde. Auf der Oberseite gilt die Zone zwischen 25.000 und 25.200 Punkten als nächster Widerstand. Der VIX notiert bei 23,55 und signalisiert weiterhin erhöhte Risikoaversion.
Im vorbörslichen Handel am Donnerstag deuteten Futures auf eine leichte Erholung von rund 0,24 Prozent hin. Zusätzliche Bewegung könnte die Zinsentscheidung der Bank of England am heutigen Tag bringen, die über Währungs- und Anleihemärkte auf den Nasdaq ausstrahlen dürfte. Goldman Sachs Asset Management hält trotz allem an der Erwartung von zwei Zinssenkungen in 2026 fest — deren Zeitpunkt hängt jedoch maßgeblich vom weiteren Verlauf des Konflikts im Nahen Osten ab.
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