Nasdaq 100: Öl treibt Druck

Der Nasdaq 100 verliert durch steigende Ölpreise, anhaltende Inflation und höhere Zinsen. Die Kombination dieser Faktoren dämpft die Erwartungen an baldige Zinssenkungen der US-Notenbank.

Die Kernpunkte:
  • Ölpreise steigen nach Zwischenfällen im Iran-Konflikt
  • Inflationsdaten verstärken Sorgen vor erneuter Beschleunigung
  • Höhere Zinsen belasten wachstumsorientierte Technologiewerte
  • Oracle-Aktie springt nach starkem Quartalsbericht nach oben

Der Nasdaq 100 steht zum Wochenmitte unter erheblichem Druck. Steigende Ölpreise, hartnäckige Inflation und geopolitische Eskalation im Iran-Konflikt belasten die Stimmung – und die Futures deuten auf eine weitere schwierige Sitzung hin.

Am Mittwoch schloss der Nasdaq 100 mit einem Minus von 0,23 % bei 24.923 Punkten. Der Dow Jones verlor 289 Punkte auf 47.417, während der S&P 500 leicht um 0,08 % nachgab. Einzig der Nasdaq Composite beendete den Tag knapp im Plus. Heute Morgen notieren die E-Mini-Futures auf den Nasdaq 100 bei 24.828 – ein weiteres Minus von 0,58 %.

Oracle hebt ab, der Rest kämpft

Den stärksten Impuls des Tages lieferte Oracle: Die Aktie sprang um rund 9 % nach oben, nachdem das Unternehmen im dritten Quartal einen Umsatz von 17,19 Milliarden Dollar gemeldet und den Gesamtjahresausblick auf 90 Milliarden Dollar angehoben hatte. Auch Micron (+4,0 %), Intel (+3,4 %) und Tesla (+2,6 %) gehörten zu den Gewinnern.

Auf der Verliererseite standen Constellation Energy (-4,3 %), Atlassian (-3,5 %) und Old Dominion Freight Line (-3,3 %). Zur Mittagszeit notierten nur 27 der 100 Indexmitglieder im Plus – der frühe Oracle-Schwung verpuffte rasch, als die Ölpreise am Nachmittag anzogen.

Drei Belastungsfaktoren im Zusammenspiel

Ölpreisschock: WTI-Rohöl stieg am Mittwoch um mehr als 4 % auf 87,25 Dollar je Barrel, Brent legte um rund 4,8 % auf 91,98 Dollar zu. Hintergrund sind neue Zwischenfälle im Bereich der Straße von Hormus: Drei Schiffe wurden nach Angaben der britischen Maritime Trade Operations von Projektilen getroffen, eines davon fing Feuer und musste evakuiert werden. Heute Morgen klettert WTI bereits wieder über die Marke von 90 Dollar.

Inflation: Der US-Verbraucherpreisindex stieg im Februar um 0,3 % gegenüber dem Vormonat, die Jahresrate liegt bei 2,4 % – im Einklang mit den Erwartungen, aber weiterhin über dem Fed-Ziel von 2 %. Die Daten allein hätten den Markt kaum bewegt; in Kombination mit dem Ölpreisanstieg verstärken sie jedoch die Sorge vor einer erneuten Inflationsbeschleunigung.

Zinsen: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um 7 Basispunkte auf 4,214 %, die dreißigjährige Laufzeit legte auf 4,861 % zu. Für den wachstumsorientierten Nasdaq 100 bedeuten höhere Zinsen direkt sinkende Bewertungen, da künftige Gewinne stärker abgezinst werden.

Die Kombination dieser Faktoren hat die Erwartungen an Fed-Zinssenkungen weiter gedämpft. Laut Bloomberg liegt die Wahrscheinlichkeit einer Senkung im März bei nur 5 %, für Juni bei 60 %. Für das Gesamtjahr 2026 preist der Markt noch eine vollständige Senkung ein – mit einer Chance von rund 50 % auf eine zweite.

Technische Marken und Ausblick

Technisch bewegt sich der Nasdaq 100 in der unteren Hälfte seiner 52-Wochen-Spanne von 16.542 bis 26.182 Punkten. Der 20-Tage-EMA bei rund 25.050 Punkten wurde am Mittwoch intraday unterschritten – eine wichtige Unterstützungszone, die nun als Widerstand fungiert. Als nächste Stütze gilt der Bereich um 24.853 Punkte.

Heute stehen der Erzeugerpreisindex (PPI), Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie Fabrikaufträge auf dem Programm. Angesichts des gestrigen CPI-Ergebnisses wird der PPI besonders aufmerksam beobachtet: Ein überraschend hoher Wert könnte den Druck auf Staatsanleihen und Wachstumstitel weiter erhöhen. Zusätzlich erklärte US-Präsident Trump, ein Ende des Iran-Kriegs sei nur durch „bedingungslose Kapitulation“ möglich – eine Aussage, die eine schnelle Deeskalation unwahrscheinlicher macht und die Ölmärkte weiter in Atem hält.

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