NASDAQ 100: Rebound als Einstiegschance
Nach dem Wochenverlust von rund 3,5 Prozent prüfen Marktbeobachter eine Short-Position und suchen zugleich nach etablierten Unternehmen außerhalb des KI-Sektors.

- Index verliert zum Wochenschluss rund 3,5 Prozent
- Zwischenwahlen, Iran-Konflikt und KI-Sorgen belasten
- Börsenbrief prüft Short-Position im NASDAQ 100
- Erholung könnte günstigeren Short-Einstieg ermöglichen
Nach dem Ausverkauf vom Freitag stellt sich die Wall Street auf eine unruhige Woche ein. Der Index verlor zum Wochenschluss rund 3,5 Prozent, die Nervosität am Markt stieg spürbar. Nun treffen mehrere Belastungsfaktoren aufeinander.
Risiken häufen sich
Gleich drei Themen dominieren die Stimmung: die US-Zwischenwahlen, der Iran-Konflikt und die Sorgen um den KI-Boom. Vor allem Technologie- und KI-Titel standen zuletzt unter Druck. Der Abverkauf kommt nicht aus heiterem Himmel, denn schon in den Vortagen hatte der Index Mühe, Boden gutzumachen.
Charttechnisch ist das Bild angeschlagen. Der Versuch einer Erholung scheiterte in der vergangenen Woche an wichtigen gleitenden Durchschnitten. Der Freitagseinbruch wirkt auf den ersten Blick wie ein Sieg der Verkäufer. Entschieden ist das Ringen allerdings nicht, wie technisch orientierte Beobachter betonen: Der Index habe noch Spielraum, sich zu stabilisieren.
Short-Spekulation wartet auf Gegenbewegung
Vorsichtige Marktteilnehmer richten sich bereits auf die nächste Phase ein. Ein Börsenbrief hält die hoch bewerteten Technologiewerte weiterhin für verwundbar und prüft eine Short-Position auf den NASDAQ 100. Die Autoren wollen den gefallenen Kursen jedoch nicht hinterherlaufen.
Ihre Überlegung: Nach den jüngsten Verlusten ist eine technische Zwischenerholung gut möglich. Eine solche Gegenbewegung würde einen deutlich günstigeren Einstieg in eine Short-Wette bieten. Die grundsätzlich skeptische Sicht auf den Sektor bleibt davon unberührt.
Parallel dazu suchen dieselben Beobachter auf der Long-Seite nach Unternehmen außerhalb des unmittelbaren KI-Booms. Gefragt sind etablierte Geschäftsmodelle mit starker Marktposition und soliden Erträgen. Das passt zu einem Markt, der hohe Bewertungen zunehmend hinterfragt.
Worauf es in dieser Woche ankommt
Zwei Szenarien zeichnen sich ab. Gelingt dem Index eine Erholung bis an die zuletzt verfehlten gleitenden Durchschnitte, dürfte sich zeigen, ob die Verkäufer dort erneut zugreifen. Scheitert schon der Rebound-Versuch früher, steigt die Wahrscheinlichkeit weiterer Abgaben. Die Zwischenwahlen und die Lage im Iran liefern dafür reichlich Anlass für Ausschläge in beide Richtungen.
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