Nasdaq 100: Zinsschock und Ölpreisanstieg

Der technologielastige Index verliert fast zwei Prozent, angetrieben von steigenden Anleiherenditen und geopolitischen Spannungen, die die Ölpreise in die Höhe treiben.

Die Kernpunkte:
  • Starker Anstieg der US-Anleiherenditen belastet
  • Ölpreisschub durch Eskalation im Nahen Osten
  • Breiter Ausverkauf trifft fast alle Technologiesektoren
  • Technische Indikatoren senden klare Warnsignale

Steigende Anleiherenditen, hartnäckige Inflation und eskalierende Spannungen im Nahen Osten — Donnerstag war für den Nasdaq 100 ein schwieriger Tag. Der technologielastige Index verlor 1,88% und schloss bei 23.898 Punkten. Der Ausverkauf traf fast alle Sektoren.

Zwei Treiber, ein Ergebnis

Der entscheidende Auslöser war der sprunghafte Anstieg der US-Anleiherenditen. Die Rendite zehnjähriger Treasuries kletterte um 13 Basispunkte auf 4,39%. Hintergrund: Ein unerwartet heißer Erzeugerpreisindex für Februar nährte Spekulationen, dass die Fed länger als erhofft an ihrem restriktiven Kurs festhalten könnte. Fed-Chef Jerome Powell räumte ein, man habe bei der Inflationsbekämpfung „unter dem Strich keine Fortschritte“ erzielt. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im April stieg laut CME FedWatch auf 10,3%.

Parallel dazu trieben Berichte über eine faktische Sperrung der Straße von Hormuz infolge der Eskalation zwischen Israel und Iran die Ölpreise nach oben. Steigende Energiekosten gelten als inhärent inflationär — ein weiterer Gegenwind für Wachstumswerte.

Breiter Ausverkauf, wenige Gewinner

Der Rückgang war im Index weit verbreitet. Constellation Energy brach um fast 11% ein, Western Digital verlor 7,5%. Auch Micron Technology (-4,8%), ASML (-3,6%) und Nvidia (-3,3%) standen unter Druck. Der VIX, das Angstbarometer der Märkte, sprang um 14% auf 27,46 — ein deutliches Zeichen für die gestiegene Nervosität.

Gegen den Trend hielten sich lediglich einige wenige Titel: Arm Holdings legte 2% zu, Workday stieg um 1,8%, und Diamondback Energy profitierte vom Ölpreisanstieg mit einem Plus von 1,6%.

Technische Lage bleibt angespannt

Aus technischer Sicht hat der Index mit dem Unterschreiten des 50-Tage-Durchschnitts ein klares Warnsignal gesendet. Die Zone um 23.800 Punkte gilt als kritische Unterstützung — dort verläuft der exponentielle 200-Tage-Durchschnitt. Zudem hatte eine Kopf-Schulter-Formation bereits früher ein Kursziel von rund 24.126 Punkten angezeigt; der Donnerstagskurs fiel sogar darunter.

Solange die Kombination aus Zinssorgen und geopolitischer Unsicherheit anhält, dürfte die 23.800-Punkte-Marke der entscheidende Gradmesser für die nächste Handelswoche bleiben.

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