Nasdaq: Heftige Korrektur
Der Nasdaq Composite verliert fast ein Prozent nach der Nominierung eines neuen Fed-Chefs und einem historischen Silber-Crash, der zu Zwangsliquidierungen bei Tech-Schwergewichten führte.

- Nomination von Kevin Warsh als Fed-Chef löst Turbulenzen aus
- Silberpreis bricht um mehr als 30 Prozent ein
- Tech-Megacaps wie Nvidia und Tesla unter massivem Verkaufsdruck
- Anleiherenditen steigen auf 4,24 Prozent und belasten Bewertungen
Die Tech-Börse erlebte am Freitag einen der turbulentesten Handelstage des Jahres. Der Nasdaq Composite verlor 0,94 Prozent auf 23.461 Punkte – doch hinter dieser Zahl verbirgt sich weit mehr als eine gewöhnliche Konsolidierung. Eine toxische Mischung aus überraschenden politischen Signalen, hartnäckiger Inflation und einem historischen Rohstoff-Crash setzte die großen Tech-Werte massiv unter Druck.
Warsh-Nominierung versetzt Märkte in Aufruhr
Der Auslöser: Präsident Trump nominierte Kevin Warsh als neuen Fed-Chef. Die Reaktion der Märkte ließ nicht auf sich warten. Investoren interpretieren die Personalie als Signal für eine straffere Geldpolitik und einen stärkeren Dollar. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte auf 4,24 Prozent – ein Niveau, das die Bewertungen wachstumsstarker Technologieaktien empfindlich unter Druck setzt.
Gleichzeitig enttäuschten die Erzeugerpreisdaten. Statt nachlassender Inflationsdynamik zeigten die PPI-Zahlen anhaltenden Preisdruck. Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen rücken damit in weite Ferne.
Silber-Crash löst Dominoeffekt aus
Die Situation verschärfte sich durch dramatische Verwerfungen am Rohstoffmarkt. Silber brach um über 30 Prozent auf 76,91 Dollar ein, Gold verlor knapp 10 Prozent und rutschte unter 4.900 Dollar.
Diese Bewegungen dürften Zwangsliquidierungen in Multi-Asset-Portfolios ausgelöst haben. Um Margin Calls zu decken, trennten sich Investoren von hochliquiden Positionen – darunter Tech-Schwergewichte wie Nvidia und Tesla. Der sonst übliche Fluchtreflex in sichere Häfen funktionierte nicht: Gold und Tech-Aktien fielen parallel, ein Zeichen für akuten Liquiditätsbedarf.
Mega-Caps im Visier der Verkäufer
Die Verkaufswelle konzentrierte sich auf die großen Namen:
- Nvidia, Tesla und Microsoft verzeichneten massiv erhöhte Umsätze
- Der Invesco QQQ ETF dominierte die Volumenliste
- Halbleiter-Titel gerieten trotz langfristig optimistischer Analystenkommentare unter Druck
Bemerkenswert: Der gleichgewichtete S&P 500 hielt sich besser als sein kapitalisierungsgewichtetes Pendant. Das bestätigt, dass vor allem die Mega-Caps für die Indexschwäche verantwortlich waren. Der Dollar-Index legte deutlich zu, was multinationale Tech-Konzerne zusätzlich belastet.
Was jetzt kommt
Der Nasdaq hat seinen kurzfristigen Aufwärtstrend vorerst verlassen. Die entscheidende Marke liegt nun bei 23.400 Punkten. Ein Bruch würde den Weg in Richtung 23.000er-Marke öffnen. Damit die Bullen das Ruder wieder herumreißen können, müsste der Index zurück über 23.685 Punkte steigen – das Schlussniveau vom Donnerstag.
Die Anleiherenditen bleiben der zentrale Faktor. Klettert die Zehnjahresrendite über 4,25 Prozent, dürfte der Abwärtsdruck auf Tech-Aktien anhalten. Zum Wochenstart wird sich zeigen, ob sich die Rohstoffmärkte stabilisieren oder die Abwärtsspirale weitergeht.
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