Nasdaq: Iran-Entspannung treibt Rekord
Der Technologieindex legt nach Iran-Waffenstillstandsankündigung deutlich zu. Halbleiteraktien führen die Rally an, während Airline-Titel unter Druck geraten.

- Trump verlängert Waffenstillstand mit dem Iran
- Halbleiterindex steigt auf neues Rekordniveau
- Airline-Aktien fallen trotz guter Quartalszahlen
- Markt bewertet geopolitische Lage als verbessert
Der Technologieindex hat heute seinen jüngsten Rücksetzer eindrucksvoll wettgemacht und ein neues Rekordhoch erreicht. Treiber war eine geopolitische Entspannung — zumindest vorübergehend.
Ceasefire-Signal aus Washington
Nachdem der Nasdaq in den beiden vorangegangenen Sitzungen nachgegeben hatte, drehte der Index heute kräftig ins Plus. Am Ende stand ein Tagesgewinn von 1,6 Prozent auf 24.657,57 Punkte — ein neues Rekordschlusskurs. Der S&P 500 zog um 1,1 Prozent auf 7.137,90 Punkte mit, der Dow Jones schloss 0,7 Prozent höher bei 49.490 Punkten.
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Ausgelöst wurde die Aufwärtsbewegung durch die Ankündigung von Präsident Trump, den Waffenstillstand mit dem Iran zu verlängern. Er bezeichnete die iranische Führung als „ernsthaft gespalten“ und signalisierte, militärische Optionen vorerst zurückzuhalten — bis Teheran einen einheitlichen Verhandlungsvorschlag vorlege.
Unsicherheit bleibt eingepreist
Der Iran reagierte kühl: Außenpolitische Berater nannten die Verlängerung einen Schachzug, um Zeit für einen Überraschungsangriff zu gewinnen. Die Straße von Hormuz bleibe geschlossen, solange die US-Seeblockade iranischer Häfen andauere. Kurz nach Trumps Ankündigung soll die iranische Revolutionsgarde zwei Containerschiffe in der Meerenge beschlagnahmt haben.
Trotz dieser widersprüchlichen Signale werteten Marktteilnehmer die Lage offenbar als schrittweise Verbesserung — und nicht als Eskalation. Laut Marktanalystin Daniela Hathorn von Capital.com richten Investoren ihr Augenmerk derzeit weniger auf das absolute Ausmaß geopolitischer Risiken als auf deren Richtung: Verbessert sich die Lage oder verschlechtert sie sich?
Tech und Chips vorn, Airlines unter Druck
Innerhalb des Index lieferten Halbleiterwerte den stärksten Beitrag. Der Philadelphia Semiconductor Index kletterte um 2,7 Prozent auf ein neues Rekordhoch. Softwaretitel zogen ebenfalls deutlich an, der entsprechende Dow-Jones-Subindex gewann 2,3 Prozent.
Gegenläufig entwickelten sich Airline-Aktien. United Airlines brach um rund 5,6 Prozent ein — trotz besser als erwarteter Erstquartalszahlen belastete ein enttäuschender Ausblick den Kurs erheblich.
Zur insgesamt positiven Stimmung trug auch die laufende Berichtssaison bei. Die Erwartungen an zweistelliges Gewinnwachstum für 2026 sind bislang intakt, was die vergleichsweise hohen Bewertungen an den US-Märkten weiterhin stützt.
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