Natera Aktie: Ein Drittel mehr Umsatz reicht nicht
Der Quartalsumsatz legte um 34,1 Prozent zu, während höhere Ausgaben und ein nachlassendes Testvolumen die Anleger beschäftigten.

- Quartalsumsatz steigt auf 794 Millionen Dollar
- Testvolumen wächst um 22,3 Prozent
- Umsatzziel für 2026 nach oben angepasst
- Solomon Moshkevich übernimmt den CEO-Posten
Starke Zahlen, neuer Chef, angehobene Prognose — und trotzdem geht es abwärts. Natera sieht sich nach dem dritten Quartal mit einem Markt konfrontiert, der auf das Tempo der Ausgaben und eine Abschwächung beim Testvolumen schaut.
Umsatz wächst um ein Drittel
Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 34,1 Prozent auf 794 Millionen Dollar. Getrieben wurde das Plus von höheren Volumina und besseren Verkaufspreisen. Die Zahl der verarbeiteten Tests legte um 22,3 Prozent auf rund 1,09 Millionen zu.
Besonders dynamisch entwickelte sich die Onkologie. Dort stieg die Testzahl um 60,9 Prozent auf etwa 339.500. Die klinischen MRD-Einheiten wuchsen gegenüber dem zweiten Quartal um 32.700.
Die Bruttomarge lag bei 64,7 Prozent, minimal unter dem Vorjahreswert. Bereinigt um Schätzungseffekte in der Umsatzabgrenzung verbesserte sie sich im Vergleich zum Vorquartal um rund 1,4 Prozentpunkte. Der Nettoverlust schrumpfte auf 59,9 Millionen Dollar, je Aktie waren es 0,42 Dollar Verlust nach 0,64 Dollar im Vorjahr.
Höhere Prognose, höhere Kosten
Für 2026 erwartet Natera nun einen Umsatz zwischen 3,005 und 3,035 Milliarden Dollar. Das ist am Mittelpunkt ein Aufschlag von 140 Millionen Dollar. Zugleich hebt das Unternehmen die Ausgabenplanung an, um die MRD-Chancen und die Pipeline voranzutreiben. Der Cashflow soll positiv bleiben.
Parallel dazu wechselt die Führung: Solomon Moshkevich, bisher President of Clinical Diagnostics, übernimmt ab sofort den CEO-Posten von Steve Chapman. Als Ziel nannte das Management für 2029 einen Umsatz von 6 Milliarden Dollar.
Anleger reagieren zurückhaltend
Die Aktie gab vorbörslich deutlich nach und notierte zuletzt gut 13 Prozent tiefer bei rund 316 Dollar. Über die vergangene Woche summiert sich das Minus bereits auf mehr als zwölf Prozent, obwohl das Papier auf Jahressicht kräftig im Plus liegt. Marktbeobachter verweisen auf die höheren Kosten und darauf, dass die Serie von Rekordzuwächsen beim sequenziellen Testvolumen endete.
Canaccord Genuity bleibt dennoch bei „Buy“ und einem Kursziel von 500 Dollar. Die Analysten sehen die Wachstumsperspektive in den Kern- und Zukunftsfeldern weiterhin als überzeugend, mit mehreren kurz- und langfristigen Impulsgebern. Das Ergebnis lag über den eigenen Schätzungen und dem Konsens.
Der Abstand zwischen dem Kursziel und dem vorbörslichen Preis ist beträchtlich. Ob der Markt die Ausgabenausweitung als Investition oder als Belastung wertet, entscheidet sich an den nächsten Volumenzahlen der Signatera-Tests.
Stand heute, 6. November: Natera – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Natera investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 6. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




