National Grid Aktie: Gewinnprognose ist nach oben geschraubt

Der Netzbetreiber erwartet 15 bis 16 Prozent mehr bereinigten Gewinn je Aktie und plant Gesamtinvestitionen von rund 13,5 Milliarden Pfund.

Die Kernpunkte:
  • Gewinnziel steigt auf 15 bis 16 Prozent
  • Investitionsbudget wächst auf 13,5 Milliarden Pfund
  • Operativer Gewinn legt um 13 Prozent zu
  • Zwischendividende steigt um vier Prozent

National Grid hebt die Gewinnprognose an und investiert mehr als geplant. Der britische Netzbetreiber profitiert von einer neuen Regulierungsperiode, die den Netzausbau finanziell tragfähiger macht. An der Londoner Börse legte die Aktie zeitweise um rund 2,7 Prozent auf 13,00 Pfund zu.

Prognose steigt, Investitionen auch

Der bereinigte Gewinn je Aktie soll im laufenden Geschäftsjahr 2026/27 um 15 bis 16 Prozent wachsen. Bisher standen 13 bis 15 Prozent im Plan. Ausgangsbasis sind 78,0 Pence aus dem Vorjahr. Schon Anfang Oktober hatte der Konzern angedeutet, dass er leicht über der alten Spanne landen dürfte.

Die Gesamtinvestitionen sollen mit rund 13,5 Milliarden Pfund eine halbe Milliarde höher ausfallen als zuletzt geplant. Der Fünfjahresplan bleibt unverändert: Bis 2030/31 will National Grid mindestens 70 Milliarden Pfund in Netze in Großbritannien und im Nordosten der USA stecken.

Die Konzernvermögen sollen dadurch bis März 2031 auf etwa 115 Milliarden Pfund wachsen. Chefin Zoë Yujnovich sieht sich durch das erste Halbjahr in ihrem Kurs bestätigt.

Ausreißer beim Gewinn vor Steuern

Beim Gewinn vor Steuern fällt der Sprung besonders deutlich aus. Er verdoppelte sich im ersten Halbjahr auf 1,73 Milliarden Pfund, der Gewinn je Aktie stieg auf 26,8 Pence. Ein Großteil geht jedoch auf Einmaleffekte zurück: Aufwertungen im Portfolio der Tochter NGP, Erlöse aus Verkäufen und günstige Timing-Effekte.

Die bereinigten Zahlen zeichnen ein nüchterneres Bild. Der operative Gewinn legte um 13 Prozent auf 2,59 Milliarden Pfund zu. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 36,5 Pence, nach 29,8 Pence im Vorjahr.

Der Umsatz wuchs auf 8,14 Milliarden Pfund. Aktionäre erhalten eine Zwischendividende von 16,97 Pence je Aktie, das sind 4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Was die Zahlen bedeuten

Die Anhebung speist sich aus dem operativen Geschäft, nicht aus den Einmaleffekten. Die neue Regulierungsperiode im Vereinigten Königreich erlaubt höhere Investitionen, die sich in der Vermögensbasis niederschlagen. Das Unternehmen peilt bis 2030/31 ein jährliches Wachstum der Vermögensbasis von rund 10 Prozent und beim bereinigten Gewinn je Aktie von 8 bis 10 Prozent an. Die Prognoseanhebung für 2026/27 liegt am oberen Rand dieser Logik.

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