Navitas: 39 Prozent Umsatzrückgang im Q1

Navitas Semiconductor treibt den Wandel zu KI-Hochleistungschips voran, trotz massivem Umsatzrückgang und hohen Verlusten.

Die Kernpunkte:
  • Strategische Neuausrichtung auf KI-Rechenzentren
  • Umsatz bricht um 39 Prozent ein
  • Nettoverlust von 33,8 Millionen US-Dollar
  • Zwei Branchenveteranen im Verwaltungsrat

Der Umsatz bricht im Jahresvergleich ein, die Verluste türmen sich auf. Dennoch notiert die Aktie von Navitas Semiconductor nahe ihrem Jahreshoch. Bei dem Chipentwickler klaffen operative Gegenwart und strategische Ausrichtung derzeit weit auseinander. Das Management forciert den radikalen Umbau in Richtung Hochleistungschips für KI-Rechenzentren.

Radikaler Schnitt im Vorstand

Um diese Neuausrichtung abzusichern, baut das Unternehmen seine Führungsebene zügig um. Mit Davin Lee und dem ehemaligen Broadcom-Manager Gregory Fischer ziehen zwei Branchenveteranen in den Verwaltungsrat ein. Die Berufungen unterstreichen den Fokus auf margenstarke Hochleistungsmärkte. Parallel dazu kündigte das Gremium an, sich bis zur Hauptversammlung 2027 auf acht Mitglieder verkleinern zu wollen.

Die aktuellen Quartalszahlen spiegeln die Übergangsphase wider. Navitas meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 8,6 Millionen US-Dollar. Das übertraf die Markterwartungen leicht, bedeutet aber einen Einbruch von fast 39 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Grund für den Rückgang ist hausgemacht. Das Geschäft mit mobilen Anwendungen wird bewusst zurückgefahren und soll bis Jahresende keine Rolle mehr spielen. Stattdessen fließen die Investitionen in den neuen strategischen Ansatz.

Teurer Umbau drückt auf die Bilanz

Das kostet Geld. Einem moderaten Quartalsumsatz steht ein Nettoverlust von rund 33,8 Millionen US-Dollar gegenüber. Dank liquider Mittel von gut 221 Millionen US-Dollar bei kaum vorhandenen Schulden ist die Finanzierung des laufenden Betriebs vorerst gesichert.

An der Börse sorgte die Strategie zuletzt für extreme Bewegungen. Allein im vergangenen Monat schoss der Kurs um fast 70 Prozent nach oben, angetrieben durch die Fantasie rund um die Stromversorgung von KI-Rechenzentren. Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 9,1 ist die Aktie im Branchenvergleich mittlerweile ambitioniert bewertet.

Entsprechend weit gehen die Meinungen der Experten nach den jüngsten Zahlen auseinander:

  • Needham hebt das Kursziel von 13 auf 21 US-Dollar an und rät zum Kauf.
  • Morgan Stanley sieht das Ziel bei 13,70 US-Dollar und bleibt untergewichtet.
  • Rosenblatt stuft den Wert neutral ein und taxiert die Aktie auf 13 US-Dollar.

Das Management muss nun Überzeugungsarbeit leisten. Im Mai präsentieren CEO Chris Allexandre und CFO Tonya Stevens ihre Strategie auf Investorenkonferenzen von CJS Securities und J.P. Morgan in Boston. Dort erhalten institutionelle Anleger die Gelegenheit, die Fortschritte der Hochleistungs-Sparte direkt zu hinterfragen. Steigende Volumina sollen künftig die Fixkosten besser decken und die Bruttomarge schrittweise stabilisieren.

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