Navitas Aktie: Strategiewende im Fokus

Navitas vollzieht strategische Neuausrichtung weg von der Konsumentenelektronik hin zum KI-Infrastrukturmarkt. Die Partnerschaft mit NVIDIA soll den massiven Umsatzrückgang kompensieren.

Die Kernpunkte:
  • Radikale Neuausrichtung unter neuem CEO
  • Partnerschaft mit NVIDIA für 800-Volt-Architektur
  • Umsatzrückgang im alten Kerngeschäft
  • Solide Liquidität trotz operativer Verluste

Navitas Semiconductor steht vor einem entscheidenden Moment. Während das Unternehmen heute nach Börsenschluss seine Bilanz für das Jahr 2025 vorlegt, vollzieht das Management unter dem neuen CEO Chris Allexandre eine radikale Neuausrichtung. Der Rückzug aus dem Massengeschäft mit Konsumentenelektronik markiert den Versuch, sich als spezialisierter Zulieferer für die Infrastruktur der künstlichen Intelligenz zu etablieren.

Fokus auf KI-Infrastruktur

Hinter der strategischen Kehrtwende steht ein vollständiger Ausstieg aus den Bereichen Mobile und Consumer Electronics. Navitas konzentriert sich künftig ausschließlich auf Rechenzentren für KI, Hochleistungsrechnen und die Energieinfrastruktur. Ein wichtiger Meilenstein dieser Neuausrichtung ist die Auswahl als Partner für die 800-Volt-Architektur von NVIDIA.

Betrieblich markiert das vierte Quartal voraussichtlich die Talsohle. Das Management rechnet mit einem Umsatz von etwa 7 Millionen US-Dollar, nachdem bereits das Vorquartal mit einem Rückgang von über 53 Prozent im Jahresvergleich die Schwere der Transformation verdeutlichte. Wird die Partnerschaft mit NVIDIA ausreichen, um den massiven Umsatzrückgang im alten Kerngeschäft zeitnah zu kompensieren?

Technologischer Fortschritt und Liquidität

Trotz operativer Verluste verfügt Navitas über eine solide finanzielle Basis. Zum Ende des dritten Quartals wies die Bilanz Barmittel in Höhe von 151 Millionen US-Dollar bei völliger Schuldenfreiheit aus. Eine zusätzliche Kapitalerhöhung im November 2025 stärkte die Reserven weiter, um den Quartalsverlust von rund 11 Millionen US-Dollar abzufedern.

Parallel zu den Finanzzahlen treibt das Unternehmen die Produktentwicklung voran. Mit dem heutigen Start der fünften Generation der GeneSiC-Plattform verspricht Navitas eine Leistungssteigerung von 35 Prozent, die speziell auf die hohen Anforderungen in Rechenzentren zugeschnitten ist. Erst kürzlich präsentierte das Unternehmen zudem eine hocheffiziente DC/DC-Plattform mit einem Wirkungsgrad von 98,5 Prozent.

Analysten bleiben abwartend

An der Börse wird der Übergang mit einer gewissen Skepsis beobachtet. Marktbeobachter verweisen auf die sehr hohe Bewertung im Vergleich zum Branchendurchschnitt, was sich in einem Konsens-Rating von „Hold“ widerspiegelt. Die Aktie steht nach einem Minus von rund 12 Prozent innerhalb der letzten 30 Tage unter Druck und notiert mit 6,95 Euro deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 9,60 Euro.

Mit der Veröffentlichung der vollständigen Jahreszahlen heute Abend wird das Management detaillierter erläutern müssen, wie schnell die neue Fokus-Strategie nennenswerte Erträge liefern kann. Das Erreichen der prognostizierten Umsatz-Talsohle gilt dabei als wichtigste Voraussetzung, um das Vertrauen der Anleger in das neue Geschäftsmodell zurückzugewinnen.

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