Navitas: Umsatz bricht um 31 Prozent ein

Navitas Semiconductor treibt mit einer neuen Allianz in Südkorea und dem Strategiewechsel "Navitas 2.0" den radikalen Umbau voran, während der Umsatz einbricht und der Aktienkurs stark fällt.

Die Kernpunkte:
  • Partnerschaft mit Magnachip in Südkorea
  • Umsatzrückgang um 31 Prozent erwartet
  • Fokus auf Hochvolt-Systeme für KI-Rechenzentren
  • Aktienkurs verliert neun Prozent an einem Tag

Navitas Semiconductor steht vor einer Woche der Wahrheit. Der Chiphersteller kämpft mit massiver Volatilität, während er sein Geschäftsmodell komplett umkrempelt. Eine neue Allianz in Südkorea und die anstehenden Quartalszahlen definieren nun den weiteren Weg.

Allianz in Südkorea

Navitas besiegelte vor wenigen Tagen eine Partnerschaft mit Magnachip Semiconductor. Das südkoreanische Unternehmen lizenziert künftig die GeneSiC-Technologie von Navitas. Damit beschleunigt Magnachip seinen Einstieg in den Markt für Siliziumkarbid-Halbleiter. Navitas nutzt diesen Schritt, um seine Präsenz in Industrie und Infrastruktur zu festigen.

Das Abkommen umfasst Hochvolt-Plattformen für Spannungen von 1200 bis 3300 Volt. Magnachip greift dabei auf die bestehende Lieferkette und das Material-Ökosystem von Navitas zurück. Die Produktion soll künftig in südkoreanischen Fabriken erfolgen.

Umsatz bricht ein

In dieser Woche veröffentlicht das Unternehmen die Ergebnisse für das zweite Quartal. Analysten rechnen mit einem herben Rückschlag beim Umsatz. Dieser dürfte um rund 31 Prozent auf 10 Millionen Dollar sinken. Experten erwarten einen Verlust in der Region von 0,05 Euro je Aktie.

Das Management treibt derweil den Strategiewechsel „Navitas 2.0“ voran. Der Konzern verlässt das Geschäft mit günstiger Unterhaltungselektronik. Der Fokus liegt nun auf Hochvolt-Systemen für KI-Rechenzentren. Ein Auftragsbestand von 450 Millionen Dollar stützt diese Neuausrichtung.

Anleger reagierten zuletzt verschreckt. Am Freitag sackte der Kurs um rund neun Prozent auf 9,65 Euro ab. Zuletzt verlor das Papier innerhalb eines Monats etwa 40 Prozent an Wert. Die Veröffentlichung der detaillierten Quartalsbilanz wird zeigen, wie schnell der Konzern seine KI-Strategie tatsächlich umsetzen kann.

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