Nebius Aktie: 12 Milliarden Dollar Meta-Vertrag gesichert

Nebius Group übertrifft mit Umsatzsprung und Meta-Vertrag über 12 Milliarden Dollar die Erwartungen. Die Aktie legt daraufhin kräftig zu.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz steigt auf 399 Millionen Dollar
  • Meta sichert Rechenkapazitäten für Milliarden
  • EBITDA-Marge verbessert sich auf 45 Prozent
  • Investitionen auf bis zu 25 Milliarden erhöht

Ein milliardenschwerer Vertrag mit Meta und ein Umsatzsprung von fast 700 Prozent. Die Nebius Group liefert im ersten Quartal 2026 Zahlen, die den Markt auf dem falschen Fuß erwischen. Anleger reagieren prompt und treiben die Aktie des KI-Cloud-Anbieters zeitweise um 20 Prozent in die Höhe.

Der operative Geschäftsverlauf übertrifft die Prognosen der Wall Street deutlich. Nebius meldet für die ersten drei Monate einen Umsatz von 399 Millionen Dollar. Der bereinigte Nettoverlust fiel mit rund 100 Millionen Dollar wesentlich geringer aus als von Analysten befürchtet.

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Der Meta-Deal als Wachstumstreiber

Im Zentrum der Quartalsbilanz steht ein massiver Ausbau der Partnerschaft mit Meta. Der mehrjährige Vertrag sichert Nebius feste Einnahmen von 12 Milliarden Dollar für dedizierte Rechenkapazitäten ab Anfang 2027. Ein weiteres Volumen von 15 Milliarden Dollar umfasst flexible Kapazitäten. Diese kann das Unternehmen entweder Meta zuteilen oder zu höheren Marktpreisen an andere KI-Kunden verkaufen.

Parallel dazu verbessert sich die Profitabilität rasant. Die bereinigte EBITDA-Marge sprang von 24 Prozent im Vorquartal auf nun 45 Prozent. Unter dem Strich weist Nebius sogar einen Nettogewinn von 621 Millionen Dollar aus. Dieser resultiert allerdings primär aus einer buchhalterischen Aufwertung der Beteiligung am Datenbank-Spezialisten ClickHouse.

Milliarden-Investitionen in neue Rechenzentren

Die anhaltend hohe Nachfrage zwingt das Management, die Investitionsbudgets nach oben anzupassen. Für das laufende Jahr plant Nebius nun Kapitalausgaben von bis zu 25 Milliarden Dollar. Laut Vorstand übersteigt die Nachfrage das Angebot weiterhin deutlich. Die Vertriebspipeline für das KI-Cloud-Geschäft hat sich im Vergleich zum Vorquartal mehr als verdreifacht.

Um die zugesagten Kapazitäten liefern zu können, baut das Unternehmen seine Infrastruktur aggressiv aus. Mittlerweile hat sich Nebius Stromkapazitäten von über 3,5 Gigawatt gesichert. Erst vor zwei Tagen erfolgte der erste Spatenstich für einen neuen Campus in Missouri. Es ist bereits das zweite US-Projekt dieser Größenordnung neben einem Standort in Pennsylvania.

Ausblick und Analystenstimmen

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt das Management seine Ziele. Der Umsatz soll auf bis zu 3,4 Milliarden Dollar steigen, bei einer operativen Marge von rund 40 Prozent. Die Analysten von Wolfe Research nahmen die Aktie indes mit einer neutralen Bewertung in ihre Abdeckung auf. Sie verweisen auf die stark abgesicherte Nachfrage durch Großkunden, sehen aber weiterhin Ausführungs- und Finanzierungsrisiken beim rasanten Kapazitätsaufbau.

Der Weg zur nachhaltigen Profitabilität hängt nun vom Tempo der Inbetriebnahme ab. Im zweiten Quartal rechnet Nebius aufgrund hoher Vorlaufkosten für neue Server-Cluster zunächst mit sinkenden Margen. Erst in der zweiten Jahreshälfte sollen die operativen Gewinnspannen wieder das aktuelle Niveau erreichen.

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