Nebius Aktie: BNP hebt auf Outperform, Rothschild senkt auf Verkauf

BNP Paribas Exane sieht Nebius bei 399 Dollar, Rothschild & Co Redburn bei 84 Dollar; ausgewählte Nvidia-Tarife sollen steigen.

Die Kernpunkte:
  • BNP Paribas Exane hebt Einstufung auf Outperform
  • Redburn startet mit Verkaufsempfehlung
  • Nvidia-Miettarife steigen ab 1. Oktober
  • Zwei Führungskräfte verkaufen Aktien

Analysten bewerten die Zukunftsaussichten von Nebius derzeit extrem gegensätzlich. Gestern stufte BNP Paribas Exane die Aktie Medienberichten zufolge von Neutral auf Outperform hoch und setzte ein Kursziel von $399 an.

Nur zwei Tage zuvor, am Dienstag, hatte Rothschild & Co Redburn die Beobachtung mit einer Verkaufsempfehlung und einem Ziel von lediglich $84 aufgenommen. Diese enorme Differenz verdeutlicht die Uneinigkeit am Markt über das angemessene Bewertungsniveau des Unternehmens.

An den europäischen Börsen reagierten die Anleger erfreut auf die jüngste Hochstufung. Das Papier legte gestern um 7,3 % zu und ging bei 213,60 € aus dem Handel. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Plus von 191 %.

Hinter dem optimistischen Votum von BNP Paribas Exane steht die Erwartung, dass das Unternehmen vom anhaltenden Bedarf an Infrastruktur für künstliche Intelligenz profitiert. Während Befürworter auf die wachsende Nachfrage nach Rechenleistung verweisen, mahnen skeptischere Stimmen zur Vorsicht. Die Warnungen zielen vor allem auf mögliche Risiken einer Überhitzung im Sektor und künftigen Margendruck ab.

Cloud-Preise steigen und Insider verkaufen

Untermauert wird das operative Geschäft durch Preisanpassungen bei Rechenkapazitäten. Laut Reuters kündigte Nebius an, die flexiblen Nutzungstarife für die Miete ausgewählter Nvidia-Chips ab dem 1. Oktober anzuheben. Bestimmte Tarife für Grafikprozessoren steigen dabei um 17 % bis 21 %.

Solche Preisanpassungen unterstreichen die unverändert hohe Nachfrage nach spezialisierten Serverkapazitäten im KI-Segment. Allerdings nutzen Führungskräfte das erreichte Kursniveau für Anteilsverkäufe über vorab festgelegte Handelspläne. Diese Transaktionen zeigen, dass nicht alle Akteure im Umfeld des Unternehmens ausschließlich auf ungebremstes Kurswachstum setzen.

Laut Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC trennten sich Führungskräfte Mitte September von Unternehmensanteilen. So veräußerte Direktor John Wilson Boynton IV 6.364 Class-A-Aktien über mehrere Transaktionen am offenen Markt.

Chief Revenue Officer Marc Boroditsky wiederum übte Optionen für 7.000 Class-A-Aktien aus und verkaufte diese anschließend vollständig am Markt. Beide Verkäufe erfolgten im Rahmen automatisierter Handelspläne nach Rule 10b5-1.

Weite Schere bei den Kurszielen

Die Verkäufe durch Führungskräfte fallen in eine Phase, in der sich die Erwartungen der Analysehäuser drastisch voneinander entfernen. Das Votum von BNP Paribas Exane setzt darauf, dass Nebius seine Kapazitäten mit hoher Rentabilität am Markt platzieren kann. Demgegenüber signalisiert das drastisch niedrigere Kursziel von Rothschild & Co Redburn erhebliche Zweifel an der Nachhaltigkeit des aktuellen Niveaus.

Mit dem aktuellen Kurs bewegt sich der Titel in der breiten Spanne zwischen diesen beiden Extrempositionen. Für Anleger hängt die weitere Entwicklung maßgeblich davon ab, wie sich die tatsächliche Auslastung der Rechenzentren und die Zahlungsbereitschaft der Kunden nach den geplanten Preisanpassungen entwickeln.

Anzeige

Nebius-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nebius-Analyse vom 25. September liefert die Antwort:

Die neusten Nebius-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nebius-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nebius: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Nebius