Nebius Aktie: Drohen schwarze Wolken?

Nebius muss vor Quartalszahlen am 13. Mai die Finanzierung seiner 18-Milliarden-Dollar-KI-Investitionen offenlegen.

Die Kernpunkte:
  • 18 Mrd. Dollar Investitionsplan
  • Operativer Cashflow von 402 Mio.
  • Vorschüsse sollen Lücke schließen
  • Umsatzsprung auf 3,4 Mrd. erwartet

18 Milliarden Dollar Ausgaben stehen gut 400 Millionen Dollar Cashflow gegenüber. Bei der Nebius Group klaffen Anspruch und finanzielle Realität weit auseinander. Am 13. Mai muss das Management beweisen, wie es den massiven Ausbau seiner KI-Rechenzentren bezahlt.

Die Suche nach Liquidität

Der Markt blickt zunehmend kritisch auf die Finanzen des Unternehmens. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Nebius einen operativen Cashflow von rund 402 Millionen Dollar. Für das laufende Jahr plant der Konzern Investitionen von durchschnittlich 18 Milliarden Dollar.

Die Lücke ist gewaltig. Das Management setzt auf strategische Kundenvereinbarungen. Vorschüsse und Vorauszahlungen sollen rund 60 Prozent der geplanten Investitionen decken. Das entspricht knapp 11 Milliarden Dollar. Die kommenden Quartalszahlen liefern erste Beweise für diesen Plan.

Hohe Erwartungen an das Wachstum

Analysten erwarten einen deutlichen Umsatzsprung gegenüber dem Vorquartal. Damals meldete der KI-Infrastrukturanbieter Erlöse von knapp 228 Millionen Dollar. Die wichtigste Kennzahl bleibt der jährlich wiederkehrende Umsatz.

Ende 2025 lag diese Basis bei 1,25 Milliarden Dollar. Bis zum Jahresende peilt Nebius einen Wert von bis zu 9 Milliarden Dollar an. Investoren fordern nun sichtbare Fortschritte.

Das hohe Ausbautempo kostet Geld. Der Konzern streckt die Abschreibung seiner Ausrüstung über mehrere Jahre. Für das erste Quartal rechnen Experten mit einem Verlust von 81 Cent je Aktie. Die Investmentbank Wolfe Research startete die Bewertung kürzlich mit „Peer Perform“. Die Analysten sehen den fairen Wert zwischen 80 und 170 Dollar. Sie loben die starke Nachfrage, warnen aber vor der komplexen Finanzierung.

Die Bewertung ist hoch. Der Unternehmenswert liegt aktuell bei rund 46 Milliarden Dollar. Der Markt preist ein hohes Vielfaches des erwarteten Jahresumsatzes ein. Das Management stellt hier Erlöse von bis zu 3,4 Milliarden Dollar in Aussicht.

Infrastruktur als Fundament

Der Konzern baut seine physische Infrastruktur massiv aus. Nebius hob das Ziel für vertraglich gesicherte Stromkapazitäten kürzlich auf über drei Gigawatt an. Bis Jahresende will das Unternehmen neue Kapazitäten von bis zu einem Gigawatt ans Netz bringen. Das Fundament bilden milliardenschwere Verträge mit Meta und Microsoft.

Am 13. Mai präsentiert das Management die Zahlen vor US-Börseneröffnung. Dann muss Nebius belegen, dass sich die vertraglich gesicherten Kapazitäten in echtes Geld verwandeln lassen.

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