Nebius Aktie: Nachhaltige Erfolge erreicht!

Nebius Group verzeichnet Umsatzsprung, bleibt aber tief in den roten Zahlen. Analysten diskutieren Finanzierungsstrategie für den massiven Ausbau der KI-Infrastruktur.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz steigt auf 375 Millionen Dollar
  • Verlust je Aktie bei 0,81 Dollar erwartet
  • Investitionsprogramm von bis zu 20 Milliarden
  • Aktie technisch im überkauften Bereich

87 Prozent Kursplus seit Jahresbeginn — und trotzdem schreibt Nebius Group rote Zahlen. Wenn das Unternehmen am 29. April seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorlegt, treffen Wachstumseuphorie und die schiere Größe des Investitionsprogramms aufeinander.

Umsatz springt, Verluste bleiben

Analysten erwarten für das erste Quartal einen Umsatz von rund 375 Millionen Dollar — ein deutlicher Sprung gegenüber den 228 Millionen Dollar aus dem Vorquartal. Der Verlust je Aktie soll bei 0,81 Dollar liegen, da das Unternehmen weiter massiv in Infrastruktur investiert.

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Dabei hatte Nebius zuletzt einen Meilenstein erreicht: Im vierten Quartal 2025 gelang erstmals ein positives bereinigtes EBITDA von 15 Millionen Dollar. Das zeigt, dass das Modell grundsätzlich trägt — nur eben noch nicht unter dem Gewicht der laufenden Expansionskosten.

Gigawatt-Ambitionen und Vertragsvolumen

Das Kernversprechen des Unternehmens ist ambitioniert: 5 Gigawatt Rechenkapazität bis 2030. Einen konkreten Schritt dorthin markiert die kürzlich genehmigte KI-Fabrik in Independence, Missouri — ein 400-Acre-Campus mit 1,2 Gigawatt Kapazität, der größte US-Standort im Portfolio.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management einen annualisierten Umsatz von 7 bis 9 Milliarden Dollar an. Um dieses Ziel zu erreichen, plant Nebius Investitionen von 16 bis 20 Milliarden Dollar — allein in diesem Geschäftsjahr. Der Auftragsbestand stützt diese Ambitionen: Analysten schätzen das kontrahierte Backlog auf annähernd 50 Milliarden Dollar bis 2031, darunter ein Vertrag mit Meta über 27 Milliarden Dollar und eine Microsoft-Vereinbarung über 19,4 Milliarden Dollar.

Überkauft, aber gefragt

Auf der Analystenebene herrscht keine Einigkeit. Goldman Sachs hob das Kursziel Anfang April auf 205 Dollar an. Seeking Alpha-Analysten bestätigten am 23. April ihre Kaufempfehlung mit einem Ziel von 220 Dollar und verwiesen auf die Fähigkeit des Unternehmens, KI-Infrastrukturnachfrage in unterzeichnete Verträge mit großen Technologiekonzernen umzuwandeln.

Technisch hat die Aktie indes heißes Terrain betreten. Der 14-Tage-RSI lag zuletzt bei 75 — klar im überkauften Bereich. Das 52-Wochen-Hoch von rund 169 Dollar bildet den nächsten Widerstand, eine Unterstützung liegt bei etwa 126 Dollar.

Das eigentliche Thema für den Earnings Call am 29. April dürfte die Finanzierungsstruktur sein. Nebius trägt rund 4,3 Milliarden Dollar an Wandelanleihen, während zeitgleich neun neue Rechenzentren in den USA und Europa hochgezogen werden. Wie das Unternehmen Schuldenmanagement und Bauoffensive miteinander vereinbart, wird Investoren mindestens so interessieren wie die Quartalszahlen selbst.

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