Nebius Aktie: Nachhutgefecht!
Der KI-Infrastrukturanbieter Nebius verzeichnet einen Umsatzsprung von über 500 Prozent, schreibt jedoch weiterhin rote Zahlen. Das aggressive Expansionsprogramm wird durch Großinvestoren wie Nvidia und Meta finanziert.

- Umsatz steigt annualisiert auf 1,2 Milliarden Dollar
- Verlust je Aktie übertrifft Analystenerwartungen
- Ausbau von zwei auf 16 Rechenzentren geplant
- Institutionelle Investoren erhöhen ihre Positionen
Umsatz um 547 Prozent gestiegen, Aktie seit Jahresbeginn rund 30 Prozent im Plus — und trotzdem schreibt Nebius tiefrote Zahlen. Das Spannungsfeld zwischen explosivem Wachstum und anhaltenden Verlusten prägt das Bild des KI-Infrastrukturanbieters derzeit wie kaum ein anderes Thema.
Wachstum auf Pump
Im vierten Quartal erzielte Nebius einen annualisierten Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar. Bis Ende 2026 peilt das Management eine jährliche Umsatzrate von 7 bis 9 Milliarden Dollar an — ein ambitioniertes Ziel, das massive Investitionen voraussetzt. Gleichzeitig lag der Verlust je Aktie bei -0,69 Dollar und damit deutlich unter der Prognose von -0,42 Dollar.
Der Grund für den hohen Kapitalbedarf liegt in der aggressiven Expansion: Nebius will seine Rechenzentren von zwei Standorten im Jahr 2024 auf 16 bis Ende 2026 ausbauen. Herzstück ist ein geplantes KI-Rechenzentrum im finnischen Lappeenranta mit einer Kapazität von 310 Megawatt.
Finanziert wird dieser Ausbau unter anderem durch strategische Partnerschaften. Mit Meta Platforms besteht ein Infrastrukturvertrag mit einem Volumen von bis zu 27 Milliarden Dollar. Nvidia hat zudem 2 Milliarden Dollar investiert und Nebius damit frühzeitigen Zugang zu Chips der nächsten Generation gesichert.
Insider verkaufen, Institutionelle kaufen
Während das Unternehmen wächst, haben zwei hochrangige Manager ihre Positionen reduziert. Andrey Korolenko trennte sich von 26.976 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 98,78 Dollar — ein Erlös von rund 2,66 Millionen Dollar. CTO Danila Shtan verkaufte 13.489 Aktien zum gleichen Kurs für etwa 1,33 Millionen Dollar. Beide Transaktionen entsprechen jeweils rund 4,2 Prozent ihrer bisherigen Beteiligungen.
Auf institutioneller Seite geht die Bewegung in die entgegengesetzte Richtung. Essex LLC erhöhte seine Position um 5,4 Prozent auf 204.626 Aktien — Nebius ist damit die zehntgrößte Beteiligung im Portfolio. Genesis Financial Group LLC eröffnete im Schlussquartal des Vorjahres eine neue Position im Wert von rund 1,69 Millionen Dollar.
Analysten bleiben optimistisch
Die Bank of America hat die Aktie zuletzt mit einem Kursziel von 150 Dollar und einem „Buy“-Rating eingestuft — das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 31 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs. Northland bewertet den Titel weiterhin als „Outperform“, hat das Kursziel jedoch auf 215 Dollar angepasst.
Mit einem Beta von 4,20 schwankt die Aktie erheblich stärker als der Gesamtmarkt. Die Marktkapitalisierung liegt bei 27,38 Milliarden Dollar. Ob Nebius seinen Wachstumspfad ohne weitere Kapitalerhöhungen durchhalten kann, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die neuen Rechenzentren profitabel werden — die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 dürften hier erste Antworten liefern.
Nebius-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nebius-Analyse vom 4. April liefert die Antwort:
Die neusten Nebius-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nebius-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nebius: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




