Nebius Aktie: Neues Kapitel eingeleitet!
Der KI-Infrastrukturanbieter Nebius sicherte sich einen 27-Milliarden-Dollar-Deal mit Meta, treibt aber gleichzeitig mit hohen Investitionen in Rechenzentren den Kapitalbedarf in die Höhe.

- Goldman Sachs erhöht Kursziel auf 205 Dollar
- Meta-Vertrag über 27 Milliarden Dollar als Treiber
- Hohe Investitionen in neue Rechenzentren geplant
- Analysten uneins über nachhaltige Bewertung
Von $20 auf $166 in zwölf Monaten — Nebius hat eine der spektakulärsten Kursgeschichten des Jahres geschrieben. Jetzt spaltet die Aktie die Wall Street in zwei Lager.
Goldman sieht $205, andere bremsen
Den stärksten Rückenwind liefert Goldman Sachs. Die Bank hob ihr Kursziel um 45 Dollar auf 205 Dollar an und erhöhte ihre Umsatzschätzungen für 2027 bis 2030 um 30 bis 54 Prozent. Auslöser: ein Vertrag mit Meta über 27 Milliarden Dollar, der am 16. März unterzeichnet wurde. Es ist der größte Einzelvertrag in der Unternehmensgeschichte. Meta sichert sich für fünf Jahre ab Anfang 2027 dedizierte KI-Rechenkapazität im Wert von 12 Milliarden Dollar — und verpflichtet sich zu weiteren 15 Milliarden Dollar in künftigen Nebius-Clustern.
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DA Davidson und BWS Financial zogen nach und setzen ebenfalls auf 200 Dollar. Cantor Fitzgerald startete die Abdeckung mit „Overweight“, aber einem deutlich vorsichtigeren Kursziel von 129 Dollar. Freedom Capital Markets stufte die Aktie ganz auf „Hold“ zurück. Begründung: Die Bewertung sei kurzfristig zu weit gelaufen. Das neue Kursziel von 154 Dollar entspricht dem Sechsfachen des 2027er EV/EBITDA — gegenüber dem 25-Fachen für das laufende Jahr.
Vertragsberg trifft Ausgabenberg
Der Optimismus der Bullen stützt sich auf ein gewaltiges Auftragspolster. Neben dem Meta-Deal hält Nebius einen Microsoft-Liefervertrag über 19,4 Milliarden Dollar und eine strategische Nvidia-Beteiligung von 2 Milliarden Dollar. Das gesamte Vertragsvolumen summiert sich auf rund 46 Milliarden Dollar.
Das Problem: Auf der anderen Seite stehen Investitionen von 16 bis 20 Milliarden Dollar allein im Jahr 2026 — verteilt auf neun neue Rechenzentren in den USA und Europa. Nebius plant, bis Ende 2026 zwischen 800 Megawatt und einem Gigawatt an Kapazität bereitzustellen. Dazu kommen mehr als 2 Gigawatt bereits vertraglich gesicherter Stromleistung.
Die Wachstumszahlen sind beeindruckend. Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 547 Prozent auf 227,7 Millionen Dollar. Für 2026 erwartet das Unternehmen Erlöse zwischen 3 und 3,4 Milliarden Dollar bei einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 40 Prozent.
Bewertung als Knackpunkt
Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt bei 8,4 — mehr als doppelt so hoch wie der Branchendurchschnitt von 3,7. Morningstar warnt vor einem mehrjährigen negativen Cashflow-Zyklus, der erhebliche Kapitalerhöhungen und Schulden erfordern wird.
Kurz gesagt: Nebius wächst schnell, verbrennt aber auch schnell Kapital. Die Spanne der Kursziele — von 129 bis 205 Dollar — zeigt, wie unterschiedlich Analysten dieses Risiko gewichten. Wer die neun Rechenzentren gleichzeitig hochzieht und dabei die Bilanz im Griff behält, liefert den Beweis, dass die optimistischen Szenarien mehr sind als Hoffnung.
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