Nel Aktie: Abschreibungen belasten

Nel verzeichnet einen Quartalsverlust von 870 Mio. NOK, getrieben durch hohe Wertberichtigungen, meldet aber einen starken Auftragszuwachs von 364%.

Die Kernpunkte:
  • Hoher Quartalsverlust durch Abschreibungen
  • Auftragseingang steigt um über 360 Prozent
  • Gemischte Entwicklung in den Geschäftssegmenten
  • Liquidität bleibt mit 1,6 Mrd. NOK solide

Nel hat heute Zahlen vorgelegt, die zwei Geschichten erzählen: Auf der einen Seite brechen Umsatz und Ergebnis deutlich ein – auf der anderen springt der Auftragseingang kräftig an. Der hohe Quartalsverlust geht dabei vor allem auf große Wertberichtigungen zurück. Entscheidend wird, wie belastbar der Auftragsimpuls tatsächlich ist.

Umsatz rückläufig, operativer Verlust stark verzerrt

Im vierten Quartal 2025 erzielte Nel Erlöse aus Kundenverträgen von 330 Mio. NOK. Das sind 20% weniger als im Vorjahresquartal (416 Mio. NOK). Der Gesamtumsatz und die sonstigen Erträge sanken ebenfalls, auf 361 Mio. NOK nach 450 Mio. NOK ein Jahr zuvor.

Beim EBITDA blieb es mit -36 Mio. NOK unverändert – sowohl gegenüber dem Vorquartal als auch gegenüber Q4 2024. Deutlich heftiger fiel jedoch das operative Ergebnis aus: Der operative Verlust weitete sich auf -920 Mio. NOK aus (Q4 2024: -106 Mio. NOK). Treiber waren nahezu vollständig Abschreibungen.

799 Mio. NOK Wertberichtigungen drücken den Gewinn

Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von -870 Mio. NOK, nach -64 Mio. NOK im Vorjahresquartal. Laut den Berichten entfielen insgesamt 799 Mio. NOK auf Wertberichtigungen: 439 Mio. NOK auf das PEM-Segment und 361 Mio. NOK auf das Alkaline-Segment.

Auch der Verlust vor Steuern sprang entsprechend an – auf -898 Mio. NOK nach -65 Mio. NOK im Vorjahresquartal.

Auftragseingang zieht an – was steckt dahinter?

Positiv fiel der Auftragseingang aus: Nel verbuchte in Q4 2025 neue Bestellungen über 686 Mio. NOK. Im Vorjahresquartal waren es 148 Mio. NOK – ein Plus von 364%.

Als wichtige Verträge nannte das Unternehmen:
HYDS: 40-MW-PEM-Auftrag im Wert von mehr als 50 Mio. USD (größter PEM-Auftrag der Firmengeschichte)
H2 Energy (Schweiz): Bestellung einer MC500-Einheit, die dritte MC-Einheit dieses Kunden

Der Auftragsbestand lag zum Quartalsende bei 1.319 Mio. NOK. Das entspricht einem Plus von 34% gegenüber Q3 2025 (984 Mio. NOK), liegt aber noch 18% unter Q4 2024 (1.614 Mio. NOK). Der starke Auftragseingang wirkt damit wie eine kurzfristige Aufhellung, während der Bestand im Jahresvergleich weiterhin niedriger bleibt.

Beim Blick in die Segmente zeigte sich ein gemischtes Bild: Das Alkaline-Geschäft meldete zwar 33% weniger Umsatz als vor einem Jahr, erreichte aber ein EBITDA von 36 Mio. NOK (besser als im Vorquartal und als in Q4 2024). Der Alkaline-Backlog lag bei 440 Mio. NOK. Im PEM-Segment blieb der Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau, das EBITDA verschlechterte sich jedoch auf -35 Mio. NOK (Q4 2024: -22 Mio. NOK). Der PEM-Backlog stieg auf 878 Mio. NOK, gestützt durch den HYDS-Vertrag.

Nel beendete das Quartal mit 1.617 Mio. NOK an Barmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten (Ende Q4 2024: 1.876 Mio. NOK). Der operative Cashflow lag bei -10 Mio. NOK, nach 25 Mio. NOK im Vorjahresquartal.

Als nächste Termine nannte das Unternehmen die Hauptversammlung am 10. April sowie die Q1-Zahlen am 22. April. Zudem verwies CEO Håkon Volldal auf Kostensenkungen bei Kapazitäten und Betriebsausgaben im Jahresverlauf 2025 sowie auf Fortschritte bei einem Prototypen für eine nächste Generation druckbeaufschlagter Alkaline-Technologie, der laut Unternehmensangaben „deutlich über den Erwartungen“ performe.

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