Nel ASA Aktie: 1.450 Dollar pro Kilowatt Kostensprung
Nel ASA erreicht neues Jahreshoch nach Vorstellung günstigerer Elektrolyseure. Investoren hoffen auf frische Aufträge im zweiten Quartal.

- Aktie markiert neues 52-Wochen-Hoch
- Kursanstieg seit Jahresbeginn fast verdoppelt
- Neue Elektrolyseure senken Kosten drastisch
- Quartalszahlen am 15. Juli erwartet
Noch im Februar schien die Lage düster. Jetzt reißen sich Investoren wieder um den norwegischen Wasserstoff-Spezialisten. Die Nel-Aktie markierte am Montag ein neues 52-Wochen-Hoch. Das Handelsvolumen an den Börsen zog massiv an.
Auf Tradegate kletterte der Kurs zeitweise auf 0,366 Euro. Damit hat sich das Papier seit Jahresbeginn fast verdoppelt. Der Abstand zur 50-Tage-Linie fällt mit über 53 Prozent extrem deutlich aus.
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Ein Auslöser für die jüngste Rally liegt bei Cavendish Hydrogen. Nel hatte das Tankstellen-Geschäft im Juni 2024 als eigenständiges Unternehmen abgespalten. Heute hält der Konzern noch knapp fünf Prozent der Anteile. Cavendish legte kürzlich Zahlen für das erste Quartal vor.
Die Bilanz fiel gemischt aus. Der Umsatz schrumpfte im Jahresvergleich um rund ein Viertel. Parallel dazu verbuchte Cavendish einen operativen Verlust von vier Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorquartal stiegen die Erlöse indes um 47 Prozent.
Neue Technik drückt Kosten
Viel wichtiger für Nel-Anleger ist die eigene Technologie. Anfang Mai präsentierte das Management eine neue Generation von Druck-Alkali-Elektrolyseuren. Acht Jahre lang hat das Team an dieser Plattform entwickelt. Das Ziel: Die hohen Projektkosten in der Branche drastisch senken.
Die Zahlen lassen aufhorchen. Nel verspricht schlüsselfertige Anlagenkosten von unter 1.450 US-Dollar pro Kilowatt. Bisherige Standard-Systeme verschlingen oft mehr als das Doppelte. Diese Ersparnis könnte bei zukünftigen Ausschreibungen den entscheidenden Vorteil bringen.
Warten auf frische Aufträge
Am 15. Juli 2026 öffnet Nel ASA die Bücher für das zweite Quartal. Dann muss das Management beweisen, dass die neue Technik auch Kunden anlockt. Ein wachsender Auftragsbestand wäre das stärkste Argument für eine Fortsetzung der aktuellen Kursrally.
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