Nel ASA Aktie: 15. Juli soll leeres Auftragsbuch füllen

Nel ASA präsentiert eine kostengünstigere Elektrolyseur-Generation, kämpft aber mit einem massiven Rückgang der Auftragseingänge um 73 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • Neue Druck-Alkali-Elektrolyseure vorgestellt
  • Auftragseingang bricht um 73 Prozent ein
  • Operativer Verlust von 100 Millionen Kronen
  • EU-Förderung und Halbjahreszahlen im Fokus

Nach einem fulminanten Jahresstart holt die Realität Nel ASA ein. Der norwegische Wasserstoff-Spezialist hat gerade eine vielversprechende neue Elektrolyseur-Generation vorgestellt. An der Börse verpufft die Euphorie schnell. Anleger fordern handfeste Beweise, dass die technologischen Versprechen in zahlende Kunden umgemünzt werden.

Kürzlich markierte die Aktie noch ein 52-Wochen-Hoch bei 0,32 Euro. Seitdem ging es spürbar abwärts auf zuletzt 0,26 Euro. Trotz dieses Rücksetzers steht im laufenden Jahr ein Kursplus von gut 36 Prozent auf der Tafel.

Auslöser für die jüngste Aufmerksamkeit war der Marktstart einer neuen Generation von Druck-Alkali-Elektrolyseuren nach jahrelanger Entwicklung. Das System soll die Investitionskosten um bis zu 60 Prozent senken und den Platzbedarf massiv reduzieren. Auch der Energieverbrauch sinkt laut Management deutlich. Im norwegischen Herøya läuft die Industrialisierung für eine jährliche Produktionskapazität im Gigawatt-Bereich bereits an.

Hartes operatives Geschäft

Hinter der technologischen Fassade zeigt sich die aktuelle Marktlage. Im ersten Quartal brach der Auftragseingang im Jahresvergleich um 73 Prozent auf lediglich 85 Millionen norwegische Kronen ein. Parallel dazu schrumpfte der gesamte Auftragsbestand spürbar.

Der Umsatz gab leicht nach, während sich der operative Verlust auf 100 Millionen Kronen belief. Ein massiver Stellenabbau hat die Kostenbasis mittlerweile stabilisiert. Die liquiden Mittel reichen nach Unternehmensangaben aus, um den Betrieb bis Ende 2026 zu finanzieren.

Langfristig spielt die europäische Infrastrukturplanung den Norwegern in die Karten. Das geplante BarMar-Pipelineprojekt zur Wasserstoffversorgung zwischen Spanien und Frankreich trat kürzlich in die öffentliche Konsultationsphase ein. Solche massiven Offshore-Korridore schaffen den zukünftigen Absatzmarkt für Nels Elektrolyseure, da sie riesige Mengen an grünem Wasserstoff quer durch Europa transportieren sollen.

Blick auf den Sommer

Kurzfristige Lichtblicke gibt es ebenfalls. Die US-Tochter sicherte sich einen Millionenauftrag für Container-Lösungen. Ein jüngster Aktienkauf des Aufsichtsratschefs signalisiert derweil Vertrauen in die eigene Strategie.

Die Blicke richten sich nun auf den Sommer. Nel erwartet in den kommenden Wochen die Auszahlung einer ersten Tranche aus einem millionenschweren EU-Förderprogramm. Am 15. Juli folgen die Halbjahreszahlen. Spätestens dann muss das Management belegen, dass die neue Plattform das leere Auftragsbuch füllt.

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