Nel ASA Aktie: 165 Millionen NOK Cashflow-Verlust

Nel ASA verliert in 30 Tagen über ein Drittel an Wert. Vor den Halbjahreszahlen Mitte Juli rückt der hohe Barmittelverbrauch in den Fokus.

Die Kernpunkte:
  • Kursverlust von 37 Prozent in 30 Tagen
  • Halbjahreszahlen am 15. Juli im Fokus
  • Hoher negativer Cashflow belastet
  • CEO-Rückzug sorgt für Verunsicherung

Die Papiere des Wasserstoff-Spezialisten Nel ASA stehen unter massivem Druck. Innerhalb von nur 30 Tagen brach der Kurs um mehr als 37 Prozent ein. Aktuell notiert der Titel bei lediglich 0,21 Euro. Das wirft dunkle Schatten voraus auf den nächsten wichtigen Finanztermin Mitte Juli.

Zwar liegt die Aktie seit Jahresbeginn noch knapp zehn Prozent im Plus. Der Großteil der Frühjahrsrally ist inzwischen allerdings verpufft. Vom 52-Wochen-Hoch bei 0,37 Euro im Mai hat sich der Kurs weit entfernt. Der Abstand beträgt satte 42 Prozent. Käufer finden auf diesem Niveau derzeit kaum Argumente für einen Einstieg.

Liquidität als Knackpunkt

Am 15. Juli legt Nel ASA die Zahlen für das erste Halbjahr vor. Für Investoren rückt dabei der Barmittelverbrauch in den Mittelpunkt. Im ersten Quartal verbuchte das Unternehmen einen negativen operativen Cashflow von 165 Millionen norwegischen Kronen. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 144 Millionen Kronen.

Die Entwicklung der Margen bleibt eine Großbaustelle. Zwar schrumpfte der operative Verlust zuletzt leicht auf minus 100 Millionen Kronen. Der Umsatz fiel im Vorjahresvergleich parallel dazu um fünf Prozent auf 148 Millionen Kronen. Wachstum sieht anders aus.

Chefwechsel sorgt für Unruhe

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Führungsspitze. Mitte Juni kündigte Vorstandschef Håkon Volldal überraschend seinen Rückzug an. Er verlässt das Unternehmen nach einer sechsmonatigen Kündigungsfrist. Der Aufsichtsrat sucht bereits einen Nachfolger.

Die strategische Ausrichtung soll sich laut Firmenangaben nicht ändern. Dennoch beobachten Marktteilnehmer ganz genau, ob die kommerzielle Dynamik in dieser Übergangsphase leidet. Strikte Kostendisziplin ist jetzt wichtiger denn je.

Kurzfristig dominiert das schwache Chartbild. Die Aktie pendelt deutlich unter ihrer wichtigen 50-Tage-Linie. Eine extrem hohe Volatilität von fast 85 Prozent macht den Titel anfällig für weitere Ausschläge. Der 15. Juli liefert den nächsten harten Fakten-Check. Nel ASA muss dann beweisen, dass sich der Barmittelverbrauch verlangsamt. Nur sinkende operative Verluste können eine dauerhafte Erholung des Kurses stützen.

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