Nel ASA Aktie: 4,98 Prozent Plus auf 0,27 Euro
Nel profitiert von positiven Branchensignalen, bleibt aber operativ defizitär. Neue Technologien und Projekte beflügeln die Aktie.

- Kurs legt um knapp 5 Prozent zu
- EBITDA-Verlust von 100 Millionen NOK
- Enapter bringt leistungsstärkeren Stack
- Neues Bewertungsmodell für Projekte
Der Wasserstoffsektor sendet zum Wochenstart gleich mehrere Signale: neue Elektrolyse-Technik, Infrastrukturprojekte und mehr Druck durch Wettbewerber. Nel profitiert davon an der Börse, obwohl die Profitabilität weiter der wunde Punkt bleibt. Genau dieser Gegensatz prägt den Handel am Montag.
Aktie erholt sich, Bilanz bleibt belastet
Die Aktie schloss am Montag bei 0,27 Euro, ein Plus von 4,98 Prozent. Seit Jahresanfang hat der Titel 42,93 Prozent gewonnen.
In Oslo rückte der Kurs auf 2,940 NOK vor. Damit nähert sich die Aktie dem RBC-Kursziel von 3 NOK. Die Bank bleibt bei „Sector Perform“, also bei einer Bewertung nahe am Sektorschnitt.
Operativ ist das Bild weniger glatt. Im Q1 meldete Nel einen EBITDA-Verlust von 100 Millionen NOK. Auf der kommerziellen Seite steht ein Auftrag aus den USA über 7 Millionen US-Dollar, dazu kam Anfang Mai ein neues Druck-Alkali-Elektrolysesystem.
Enapter erhöht den Technologiedruck
Der stärkste Impuls kommt aus dem Wettbewerbsumfeld. Enapter brachte mit „Stack 250“ eine neue Stack-Generation für Wasserstoffproduktion im Multi-Megawatt-Bereich auf den Markt. Das System soll rund 100 Kilogramm hochreinen Wasserstoff pro Tag liefern, etwa das Zehnfache des Vorgängers.
Das ist für Nel relevant. Enapter positioniert seine modularen AEM-Elektrolyseure für Anlagen über 100 MW und für hybride Projekte mit alkalischen Systemen. Der Wettbewerb verschiebt sich damit stärker in Richtung industrieller Wasserstofffabriken.
Auch Infrastrukturprojekte kommen voran. Sunfire baut eine Elektrolyse-Testanlage an einem BASF-Standort in Schwarzheide. Uniper macht in Gelsenkirchen-Scholven Platz für ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk und arbeitet mit thyssenkrupp Uhde an einem Ammoniak-Demo-Cracker.
In den Philippinen plant HDF Energy kommerzielle Wasserstoffkraftwerke. Sie sollen Solarstrom, Lithium-Ionen-Batterien und Wasserstoffspeicher kombinieren. Das Ziel: grundlastfähige Energie ohne reine Abhängigkeit von Sonne und Wind.
Markt wird messbarer
Der Sektor bekommt auch neue Bewertungswerkzeuge. Delphi Data Labs hat einen „Project Viability Score“ eingeführt. Das Modell bewertet 2.650 aktive Projekte aus Wasserstoff, CO₂-Abscheidung und Biokraftstoffen.
Ein IRENA-Bericht für 2026 stützt die Kostenseite. In Regionen mit starken Ressourcen liegen fest verfügbare erneuerbare Energiesysteme teils unter 100 US-Dollar je Megawattstunde. Dabei geht es um eine Verfügbarkeit von 95 Prozent.
Für Nel ist das Umfeld damit zweischneidig. Der Markt wächst, aber die Messlatte steigt. Solange der Kurs nahe am RBC-Ziel von 3 NOK liegt, zählen neue Aufträge und bessere Margen mehr als reine Sektorstimmung.
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