Nel ASA Aktie: 500 MW Kapazität bis Ende 2026
Nel ASA senkt Kosten und stellt Technologie um, doch Auftragseingänge bleiben schwach. Die Aktie fällt trotz Jahresplus um sechs Prozent.

- Personalabbau um 26 Prozent
- Umsatzrückgang im ersten Quartal
- Neue druckalkalische Plattform gestartet
- Auftragseingang bleibt niedrig
Nel ASA zieht die Kostenbremse an und baut parallel die Technologieplattform um. Das reicht dem Markt am Mittwoch nicht. Die Aktie fällt auf 0,27 Euro und verliert 6,01 Prozent, obwohl der Titel seit Jahresanfang weiter klar im Plus liegt.
Der Kernkonflikt ist sichtbar: Nel wird schlanker, aber das Wachstum bleibt wacklig. Die Norweger verbessern einzelne operative Kennzahlen, während Auftragseingang und Projektverzögerungen den Blick nach vorn belasten.
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Kosten runter, Umsatz unter Druck
Nel hat die Belegschaft vom Höchststand aus um 26 Prozent reduziert und beschäftigt nun 300 Menschen. Der Einschnitt ist hart, passt aber zur Lage im Wasserstoffsektor: Viele Projekte verschieben sich, Finanzierungen dauern länger, Kunden bestellen vorsichtiger.
Im ersten Quartal sank der Umsatz um 5 Prozent auf 148 Millionen norwegische Kronen. Das bereinigte operative Ergebnis vor Abschreibungen blieb mit minus 100 Millionen Kronen tiefrot, verbesserte sich aber um 15 Millionen Kronen gegenüber dem Vorjahr.
Die Sparten liefern kein einheitliches Bild. Das alkalische Elektrolysegeschäft steigerte den Umsatz um 6 Prozent und verbesserte das EBITDA um 35 Millionen Kronen. Die PEM-Sparte dagegen verlor Umsatz und schrieb weiter Verluste.
Bei PEM ging der Erlös um 14 Prozent zurück. Das EBITDA lag dort bei minus 16 Millionen Kronen. Genau diese Uneinheitlichkeit macht die Aktie anfällig, sobald der Markt höhere Sichtbarkeit verlangt.
Neue Technologie als Drehpunkt
Strategisch setzt Nel stärker auf druckalkalische Elektrolyse. Die neue Plattform ging Anfang Mai kommerziell an den Start und soll vor allem größere Industrieprojekte adressieren. In Herøya peilt das Unternehmen bis Ende 2026 eine Produktionskapazität von 500 MW an.
Dazu arbeitet Nel an einer neuen PEM-Generation. Das Ziel ist eine Kostensenkung um 70 Prozent. Rückenwind soll eine EU-Förderung von 11 Millionen Euro geben, die im laufenden Quartal erwartet wird.
Das ist der positive Teil der Geschichte. Wenn Nel die Kostenbasis senkt und die neue Plattform skaliert, könnte die operative Hebelwirkung deutlich steigen. Allerdings braucht diese Strategie Bestellungen, nicht nur Kapazität.
Auftragslage bleibt der Engpass
Finanziell ist Nel nicht akut unter Druck. Die Kasse ist mit 1,4 Milliarden norwegischen Kronen gefüllt, der Auftragseingang lag im ersten Quartal aber nur bei 85 Millionen Kronen. Der Auftragsbestand beträgt 1,1 Milliarden Kronen.
Für die Wachstumsziele bis 2027 wirkt das dünn. Hinzu kommen Verzögerungen bei internationalen Projekten, unter anderem wegen geopolitischer Spannungen im Nahen Osten. Das bremst nicht zwingend die Nachfrage nach Wasserstofftechnik, verschiebt aber Umsätze und belastet die Planbarkeit.
Der Kursrückschlag trifft eine Aktie, die zuvor stark gelaufen war: Seit Jahresanfang liegt Nel noch 42,67 Prozent vorn und notiert 33,92 Prozent über der 200-Tage-Linie. Nach dem jüngsten Abverkauf rückt nun weniger die Erholung der vergangenen Wochen in den Vordergrund, sondern die Frage nach belastbaren Neuaufträgen.
Bis Jahresende liegt der operative Takt bei Herøya. Die geplante Kapazität muss mit neuen Bestellungen hinterlegt werden, sonst bleibt der Umbau zwar finanziell gepuffert, aber wachstumsseitig angreifbar.
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