Nel ASA Aktie: 56 Prozent Plus seit Jahresbeginn

Starke Quartalszahlen von Plug Power und neue Großprojekte beflügeln den Wasserstoffsektor. Nel ASA verzeichnet einen deutlichen Kursanstieg und nähert sich dem Jahreshoch.

Die Kernpunkte:
  • Kursplus von fast sechs Prozent
  • Plug Power mit starkem Elektrolyseur-Wachstum
  • Neue Wasserstoffprojekte in Europa und Indien
  • Forschung verbessert Brennstoffzellen-Effizienz

Der Wasserstoffsektor meldet sich eindrucksvoll zurück. Starke Quartalszahlen der Konkurrenz und neue Großprojekte treiben die Kurse. Auch Nel ASA profitiert massiv von dieser Entwicklung. Die Aktie des norwegischen Elektrolyseur-Spezialisten schoss am Freitag um fast sechs Prozent nach oben.

Damit setzt sich ein rasanter Aufwärtstrend fort. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 56 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Schlusskurs von 0,30 Euro bringt das Jahreshoch von 0,32 Euro in greifbare Nähe. Die Folge: Anleger fassen wieder Vertrauen in die Technologie.

Plug Power liefert die Vorlage

Den entscheidenden Impuls lieferte der US-Konkurrent Plug Power. Das Unternehmen steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal um 22 Prozent auf rund 164 Millionen Dollar. Besonders ein Detail elektrisiert den Markt. Die Sparte für Elektrolyseure verzeichnete ein Wachstum von 343 Prozent. Genau diese Anlagen baut auch Nel ASA.

Parallel dazu füllt sich die globale Projektpipeline. In Europa baut Bilfinger im Auftrag des Energieversorgers EWE eine neue Wasserstoffanlage. Zeitgleich meldet der indische Markt enormen Bedarf. Waaree Clean Energy Solutions entwickelt dort ein grünes Wasserstoffprojekt. Die Inder setzen dabei auf eine Kombination aus PEM- und Alkali-Elektrolyseuren. Das ist die Kernkompetenz der Norweger.

Effizienz steigt durch neue Forschung

Auch die Wissenschaft liefert Rückenwind. Forscher der Monash University haben eine ultradünne Membran entwickelt. Diese transportiert Protonen bei 250 Grad Celsius völlig ohne Wasser. Solche Durchbrüche erhöhen die Effizienz von Brennstoffzellen deutlich. Sie senken langfristig die Hürden für den industriellen Einsatz.

Der Markt wandelt sich aktuell von kleinen Pilotphasen hin zu industriellen Großprojekten. Ein Hindernis bleibt jedoch der Preis. Grüner Wasserstoff kostet derzeit etwa vier bis fünf Dollar pro Kilogramm. Grauer Wasserstoff ist mit rund zwei Dollar noch deutlich günstiger. Strengere Emissionsvorgaben zwingen die Industrie dennoch zum Umdenken.

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