Nel ASA Aktie: 80 Millionen Kronen Sonderbelastung

Nel ASA beendet Rechtsstreit mit Iwatani durch Zahlung von 7,5 Millionen Dollar. Die Sonderbelastung drückt auf das Quartalsergebnis und den Aktienkurs.

Die Kernpunkte:
  • Vergleich mit Iwatani über 7,5 Millionen Dollar
  • Zusätzliche Kosten von 80 Millionen Kronen
  • Aktie fällt um 2,65 Prozent auf 0,24 Euro
  • Quartalszahlen am 15. Juli erwartet

Nel ASA erkauft sich in den USA juristischen Frieden. Der norwegische Wasserstoff-Spezialist legt einen langwierigen Rechtsstreit mit der Iwatani Corporation bei. Die Einigung hat ihren Preis. An der Börse reagieren Investoren nervös. Die Aktie rutschte am Freitag um 2,65 Prozent auf 0,24 Euro ab.

Teurer Schlussstrich in Kalifornien

Der Konflikt schwelte seit Februar 2024. Damals verklagte Iwatani die Norweger wegen Verträgen über Wasserstoff-Tankanlagen in Kalifornien. Jetzt ziehen beide Seiten einen Schlussstrich. Nel überweist 7,5 Millionen US-Dollar an Iwatani. Die 2024 abgespaltene Tankstellen-Sparte Cavendish Hydrogen steuert weitere drei Millionen US-Dollar bei.

Rückstellungen reichen nicht aus

Die Millionen-Zahlung reißt ein Loch in die Kasse. Nel verbucht für den Vergleich Kosten von rund 80 Millionen Norwegischen Kronen. Die Folge: Bisherige Rückstellungen decken diesen Betrag nicht vollständig ab. Die Sonderbelastung drückt direkt auf das Ergebnis des zweiten Quartals.

Die Liquidität bleibt vorerst stabil. Vor der Einigung verfügte Nel über Barreserven von rund 1,4 Milliarden Kronen. Dennoch fehlt das unerwartet abgeflossene Kapital nun beim geplanten Ausbau der Elektrolyseur-Sparte.

Abwärtstrend verfestigt sich

An der Börse verliert Nel zunehmend an Schwung. Seit dem Jahreshoch von 0,37 Euro Ende Mai brach die Bewertung um fast 35 Prozent ein. Auf Jahressicht steht zwar noch ein Plus von knapp 25 Prozent. Kurzfristig dominiert aber der Abwärtsdruck.

Die Aktie notiert aktuell spürbar unter der 50-Tage-Linie. Der Relative-Stärke-Index nähert sich mit einem Wert von 38 dem überverkauften Bereich. Ein klares Signal für eine Trendwende fehlt bislang.

Fokus auf das Kerngeschäft

Am 15. Juli legt Nel die Zahlen für das zweite Quartal vor. Dann rückt das operative Geschäft wieder in den Mittelpunkt. Das Management muss beweisen, dass das Kerngeschäft mit Elektrolyseuren die juristischen Sonderkosten abfedern kann. Konkrete Impulse liefern dabei der Auftragsbestand und der Hochlauf der automatisierten Produktionslinien im Werk Herøya.

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