Nel ASA Aktie: 80 Prozent plus seit Jahresbeginn

Nel ASA notiert nahe 52-Wochen-Hoch, doch schwacher Auftragseingang und hohe Volatilität trüben die positive Stimmung.

Die Kernpunkte:
  • Kurs nahe 52-Wochen-Hoch bei 0,36 Euro
  • Neue Elektrolyseur-Plattform vorgestellt
  • Auftragseingang bricht auf 85 Mio. NOK ein
  • Operativer Cashflow bleibt negativ

Fast 80 Prozent im Plus seit Jahresbeginn — und trotzdem herrscht Zurückhaltung. Nel ASA pendelt am Mittwoch knapp unter dem frischen 52-Wochen-Hoch. Der Markt wartet auf ein Signal, das die steile Neubewertung rechtfertigt.

Hohe Gewinne, hohe Schwankungen

Der Kurs liegt bei rund 0,34 Euro — nur gut drei Prozent unter dem Hoch von 0,36 Euro, das die Aktie erst am 25. Mai markiert hatte. Das klingt nach Stärke. Tatsächlich zeigt der Verlauf der vergangenen Tage aber, wie nervös der Handel geworden ist.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nel ASA?

Am Dienstag fiel die Aktie um mehr als fünf Prozent. Den Tag davor war sie fast zehn Prozent gestiegen. Diese Ausschläge spiegeln sich in der annualisierten 30-Tage-Volatilität von über 100 Prozent wider. Kein Wunder, dass viele Anleger nach dem nächsten Auslöser suchen.

Der Blick auf längere Zeiträume zeigt das Ausmaß der Bewegung. Über drei Monate hat die Aktie ihren Wert mehr als verdoppelt. Gegenüber dem 52-Wochen-Tief von 0,18 Euro liegt das Plus bei über 90 Prozent. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 0,21 Euro — der aktuelle Kurs notiert zwei Drittel darüber.

Neue Technologie, schwacher Auftragseingang

Hinter der Kursbewegung steckt ein konkreter Auslöser. Anfang Mai stellte Nel ASA eine neue Generation seiner druckalkalischen Elektrolyseur-Plattform vor. Das System entstand nach mehr als acht Jahren Entwicklung am norwegischen Standort Herøya. Nel nennt für ein 25-MW-Projekt Systemkosten von unter 1.450 US-Dollar je Kilowatt — bei 30 bar Wasserstoffdruck und 99,99 Prozent Reinheit.

Das sind wettbewerbsfähige Werte. Ob sie in Aufträge münden, ist die entscheidende Folgefrage.

Die Q1-Zahlen mahnen zur Vorsicht. Der Umsatz fiel leicht auf 148 Mio. NOK, nach 155 Mio. NOK im Vorjahresquartal. Das EBITDA verbesserte sich auf minus 100 Mio. NOK. Deutlich auffälliger ist der Auftragseingang: Er brach auf 85 Mio. NOK ein — nach 312 Mio. NOK im selben Quartal des Vorjahres.

Der Auftragsbestand sank auf 1.113 Mio. NOK, von 1.460 Mio. NOK ein Jahr zuvor. Der operative Cashflow lag bei minus 165 Mio. NOK. Der Kassenbestand von rund 1.443 Mio. NOK gibt Nel noch Spielraum — aber die operative Lücke zwischen Technologieversprechen und tatsächlicher Nachfrage bleibt offen.

Was den Kurs jetzt trägt

Nel ASA handelt derzeit weniger auf Basis von Quartalsdaten als auf Basis von Erwartungen. Die neue Elektrolyseur-Plattform hat die Fantasie befeuert. Das Handelsvolumen bleibt erhöht, was auf anhaltende Aufmerksamkeit hindeutet.

Der RSI von 55 zeigt keine überkaufte Lage — technisch ist Luft nach oben. Fundamental hängt alles daran, ob die neue Plattform im zweiten und dritten Quartal Aufträge generiert. Der nächste Quartalsbericht wird zeigen, ob der Einbruch beim Auftragseingang ein Ausreißer war oder ein Muster.

Nel ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nel ASA-Analyse vom 27. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Nel ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nel ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nel ASA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Nel ASA