Nel ASA Aktie: Kalifornien-Streit für 7,5 Millionen beigelegt
Nel ASA legt Rechtsstreit mit Iwatani bei und zahlt 7,5 Mio. Dollar. Der Fokus richtet sich nun auf die Halbjahreszahlen im Juli.

- Einigung im US-Rechtsstreit erzielt
- Zahlung von 7,5 Millionen Dollar
- Blick auf Halbjahreszahlen im Juli
- Neue Elektrolyseure als Hoffnungsträger
Nel ASA beendet ein teures Kapitel. Der Wasserstoff-Spezialist hat sich im Rechtsstreit mit der Iwatani Corporation of America geeinigt. Das kostet die Norweger 7,5 Millionen US-Dollar. Damit verschwindet ein unberechenbares Risiko aus den Büchern.
Der Konflikt drehte sich um Wasserstofftankstellen in Kalifornien. Iwatani hatte Nel und verbundene Unternehmen wegen technischer Probleme verklagt. Jetzt ziehen beide Seiten einen Schlussstrich. Das schützt Nel vor weiteren Anwaltskosten in den USA.
Die Börse reagiert verhalten. Aktuell notiert das Papier bei 0,28 Euro und verbucht ein leichtes Tagesminus. Auf Wochensicht verlor der Titel knapp 18 Prozent. Dennoch steht seit Jahresbeginn ein starkes Plus von rund 43 Prozent auf der Anzeigetafel.
Blick auf die Kasse
Mit dem Vergleich rückt das operative Geschäft wieder in den Vordergrund. Am 15. Juli 2026 präsentiert das Management die Halbjahreszahlen. Die Kassenlage steht dabei im Zentrum. Ende des ersten Quartals verfügte Nel noch über liquide Mittel von gut 1,4 Milliarden Norwegischen Kronen.
Der operative Mittelabfluss lag zuletzt bei 165 Millionen Kronen. Auch der Auftragseingang schwächelte und fiel auf 85 Millionen Kronen. Der Auftragsbestand schmolz auf knapp über eine Milliarde Kronen ab.
Hoffnungsträger Elektrolyse
Die Trendwende soll eine neue Generation von Alkali-Elektrolyseuren bringen. Nel verspricht Kunden deutlich niedrigere Kosten. Die Anlagen sollen die Investitionsausgaben um bis zu 60 Prozent senken.
Die Produktion am Standort Herøya läuft an. Die Kapazität liegt zunächst bei einem Gigawatt pro Jahr. Ein Ausbau auf vier Gigawatt ist geplant. Die Europäische Union stützt diese Industrialisierung mit Fördergeldern von bis zu 135 Millionen Euro.
Das juristische Störfeuer in den USA ist nun gelöscht. Die operative Bewährungsprobe folgt Mitte Juli. Dann muss Nel beweisen, dass die neue Anlagengeneration tatsächlich frische Aufträge in die Bücher spült.
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