Nel ASA Aktie: Positiv gestimmte Zukunft!

Nel ASA reduziert den Nettoverlust auf 144 Millionen NOK. Ein harter Sparkurs und höhere Margen treiben die operative Wende voran.

Die Kernpunkte:
  • Nettoverlust um 35 Millionen NOK gesenkt
  • Personalabbau um 26 Prozent reduziert Kosten
  • Umsatz leicht auf 148 Millionen NOK gefallen
  • Fokus auf neue modulare Technologieplattformen

Starke Kursgewinne, schrumpfende Umsätze— bei Nel ASA klaffen Realität und Stimmung auf den ersten Blick auseinander. Der norwegische Wasserstoff-Spezialist hat im ersten Quartal 2026 weniger eingenommen und einen dünneren Auftragsbestand verzeichnet. Die Börse feiert die Zahlen trotzdem. Der Grund liegt in der Kostenstruktur.

Die Aktie schoss am Montag auf ein neues 52-Wochen-Hoch von 0,30 Euro. Allein in den vergangenen sieben Tagen verzeichnete das Papier ein Plus von gut 37 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Zuwachs auf 59 Prozent.

Harter Sparkurs drückt die Verluste

Das Management hat in den vergangenen Monaten massiv restrukturiert. Die Belegschaft schrumpfte gegenüber dem Höchststand um 26 Prozent. Das entlastet die Bilanz spürbar. Im ersten Quartal sanken die Personalkosten im Jahresvergleich um rund ein Fünftel. Nel passt damit seine Kapazitäten an ein Marktumfeld an, in dem globale Großprojekte immer wieder Verzögerungen erleiden.

Diese Einschnitte machen sich beim operativen Ergebnis bemerkbar. Obwohl der Umsatz leicht auf 148 Millionen Norwegische Kronen (NOK) nachgab, verbesserte sich das EBITDA. Der operative Verlust verringerte sich auf 100 Millionen NOK. Treiber dieser Entwicklung waren höhere Margen und eine bessere Projektabwicklung.

Während die Sparte für PEM-Elektrolyseure (Proton Exchange Membrane) einen Umsatzrückgang verbuchte, legte der Bereich der alkalischen Systeme zu. Unter dem Strich reduzierte sich der Nettoverlust des Gesamtkonzerns auf 144 Millionen NOK. Im Vorjahresquartal stand hier noch ein Minus von 179 Millionen NOK in den Büchern.

Polster für den Technologieumbau

Finanziell steht der Konzern stabil da. Ende März wies Nel ASA Barreserven von rund 1,4 Milliarden NOK aus. Dieses Kapital dient als Puffer für die laufende Industrialisierung der Produktion im norwegischen Herøya. Der Auftragsbestand fiel derweil im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 1,11 Milliarden NOK.

Der Auftragseingang belief sich im abgelaufenen Quartal auf lediglich 85 Millionen NOK. Das Management spricht von einem ruhigen Jahresstart. Die Margen der neuen Projekte zeigen jedoch nach oben, da das Unternehmen Verträge nun selektiver auswählt.

Operativ richtet sich der Fokus auf die Kommerzialisierung neuer Technologieplattformen. Nel stellt auf modulare Designs um, die Installationskosten für Kunden senken sollen. Priorität haben dabei Druck-Alkali-Systeme, die auf hohe Stückzahlen und bessere Energieeffizienz ausgelegt sind. Das Management hält an den Auslieferungszielen für das Jahr 2027 fest.

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