Nel ASA Aktie: Q1-Countdown läuft!

Der Wasserstoffpionier Nel ASA meldet einen neuen Auftrag, kämpft aber mit Umsatzrückgängen. Die Quartalszahlen sollen zeigen, ob der wachsende Auftragsbestand in Umsatz mündet.

Die Kernpunkte:
  • Neuer Auftrag über 7 Millionen US-Dollar aus Europa
  • Umsatz brach 2025 um 31 Prozent ein
  • Auftragsbestand wuchs auf 1,32 Milliarden Kronen
  • Quartalszahlen am 22. April 2026 entscheidend

Ein Auftrag aus Europa, ein Kurs nahe dem Jahrestief, und in vier Tagen die Quartalszahlen: Nel ASA verdichtet gerade alles auf einen Moment. Der 22. April wird zeigen, ob der Wasserstoffpionier seinen Worten endlich Zahlen folgen lassen kann.

Sieben Millionen Dollar aus Europa

Die Tochtergesellschaft Nel Hydrogen US hat einen Auftrag über 7 Millionen US-Dollar von Mesure Process erhalten. Das Unternehmen — eine Tochter von Synqo Energies — bestellt containerisierte PEM-Elektrolyseure für Wasserstofftankstellen und industrielle Anwendungen in Europa. Inbetriebnahme: 2027.

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Bemerkenswert ist die Wiederholung. Mesure Process hat bereits früher bei Nel bestellt. Repeat-Kunden gelten in der Branche als Qualitätssignal — sie bestätigen, dass die Technologie im Feld funktioniert.

Die Aktie reagierte mit einem Tagesplus von rund 8 Prozent auf die Meldung. Mit einem Schlusskurs von 0,22 Euro liegt das Papier aktuell gut 20 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief vom März. Auf Jahressicht steht ein Plus von rund 12 Prozent.

Backlog wächst, Umsatz schrumpft

Das eigentliche Problem bleibt bestehen. Nel schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Nettoverlust von 1,27 Milliarden Norwegischen Kronen ab. Der Umsatz brach um 31 Prozent auf 963 Millionen Kronen ein. Das Management begründete den Rückgang mit unregelmäßigen Lieferplänen bei Großprojekten.

Das klingt nach Ausrede — aber der Auftragsbestand erzählt tatsächlich eine andere Geschichte. Allein im vierten Quartal 2025 stieg der Auftragseingang um 364 Prozent auf 686 Millionen Kronen. Davon entfielen 93 Prozent auf die PEM-Sparte. Der Gesamtbestand kletterte auf 1,32 Milliarden Kronen.

Das Geld reicht vorerst. Nel startete ins zweite Quartal mit einer Liquidität von rund 1,6 Milliarden Kronen. Ein Risiko bleibt: Zwei stillgelegte Produktionslinien im Werk Herøya könnten weitere Abschreibungen erfordern.

Die nächste Generation als Wette auf die Zukunft

Nel setzt auf eine neue Plattform. Das Unternehmen entwickelt seit 2018 eine „Next Generation Pressurized Alkaline“-Technologie. Der Vorstand hat die Industrialisierung im Dezember 2025 genehmigt. Ziel der ersten Phase: ein Gigawatt Fertigungskapazität, Investitionsbedarf rund 300 Millionen Kronen.

Die EU steuert bis zu 135 Millionen Euro bei — etwa 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Langfristig soll Herøya auf vier Gigawatt Jahreskapazität kommen. Die neue Plattform soll den Platzbedarf um bis zu 80 Prozent senken und die Kosten um 40 bis 60 Prozent drücken. Der kommerzielle Start ist für das erste Halbjahr 2026 geplant, größere Liefervolumen folgen ab 2027.

Am 22. April um 7:00 Uhr MEZ veröffentlicht Nel die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Der Markt erwartet konkrete Belege dafür, dass der wachsende Auftragsbestand endlich in gebuchten Umsatz mündet. Ein zweiter Datenpunkt folgt am 15. Juli mit dem Halbjahresbericht.

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