Nel ASA Aktie: Q2-Zahlen am 15. Juli im Fokus
Nel-Aktie fällt nach starkem Lauf zurück. Analysten bleiben zurückhaltend, während die Branche weiter mit Verlusten und Kapitalbedarf kämpft.

- Kursrücksetzer nach Mai-Hoch
- Branche leidet unter Kapitalbedarf
- Analysten raten zur Vorsicht
- Quartalszahlen zeigen anhaltende Verluste
Wasserstoff-Aktien haben wieder Schwung bekommen, aber Nel zeigt gerade die Kehrseite der Erholung. Nach dem jüngsten Hoch läuft der Kurs seitwärts. Parallel ringt die Branche weiter mit Verlusten und Kapitalbedarf. Genau diese Mischung macht die Aktie derzeit anfällig.
Am Mittwoch notierte Nel bei 0,28 Euro und lag damit 2,30 Prozent im Minus. Der Rücksetzer ist klein. Er trifft aber auf einen Markt, der nach dem schnellen Anstieg sensibel reagiert.
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Der Abstand zum Hoch wächst
Seit dem Mai-Hoch bei 0,32 Euro beträgt der Abstand rund 12 Prozent. Zum Jahrestief bleibt der Puffer mit gut 54 Prozent aber groß. Der jüngste Rebound ist damit nicht gebrochen.
Die Bewegung wirkt eher wie eine Konsolidierung nach einem starken Lauf. Auf Monatssicht steht weiterhin ein kräftiges Plus. Kurzfristig fehlt dem Kurs aber ein neuer Auslöser.
Auch die Technik spricht für eine abgekühlte Lage. Der Kurs liegt weiter über wichtigen Durchschnittslinien: Der 50-Tage-Schnitt steht bei 0,21 Euro, der 200-Tage-Schnitt bei 0,20 Euro. Der RSI von 37 signalisiert keine Überhitzung mehr.
Branche bleibt unter Druck
Der wichtigste Gegenwind kommt nicht aus dem Chart, sondern aus dem Sektor. Elektrolyseur-Hersteller brauchen weiter Kapital, während die Profitabilität vieler Projekte auf sich warten lässt. Das belastet die Stimmung.
HydrogenPro meldete für das erste Quartal einen Umsatz von 16 Millionen NOK und einen EBITDA-Verlust von 32 Millionen NOK. Das Unternehmen kündigte außerdem eine strategische Überprüfung an, um Liquidität zu sichern.
Für Nel ist das relevant, weil der Markt ähnliche Geschäftsmodelle derzeit streng bewertet. Umsatzwachstum allein reicht nicht mehr. Investoren achten stärker auf Cashflow, Kosten und die Länge des Weges bis zur Gewinnzone.
Nels eigene Quartalszahlen passten in dieses Bild. Der Umsatz sank auf 148,10 Millionen NOK, das EBITDA lag 100 Millionen NOK im Minus. Der Verlust je Aktie verbesserte sich immerhin von minus 0,10 NOK auf minus 0,08 NOK.
Analysten bleiben vorsichtig
Die Einschätzungen fallen entsprechend gemischt aus. Kepler Cheuvreux bleibt bei „Underperform“ und nennt ein Kursziel von 1,90 NOK. Das liegt klar unter dem aktuellen Niveau in Oslo.
RBC und Berenberg positionieren sich neutraler. Diese Zurückhaltung passt zur Lage: Die Aktie hat Momentum bewiesen, aber die fundamentalen Kennzahlen liefern noch keinen klaren Gegenschub.
Technische Modelle sehen kurzfristig zwar Spielraum nach oben. Fundamentale Schätzungen bleiben jedoch vorsichtig, mit erwarteten Verlusten je Aktie für die kommenden Jahre.
Am 15. Juli legt Nel die Zahlen für das zweite Quartal vor. Bis dahin dürfte die Aktie zwischen zwei Polen pendeln: dem starken Kurslauf seit März und der harten Frage, wie schnell sich die Verluste verringern.
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