Nel ASA Aktie: Q3-Zahlen kommen am 21. Oktober
Nel ASA verzeichnete im zweiten Quartal sinkende Erlöse und ein schwächeres EBITDA. Die Nachfolge des CEO ist weiterhin ungeklärt.

- Drittes Quartal am 21. Oktober erwartet
- Umsatz im zweiten Quartal gesunken
- EBITDA-Verlust gegenüber Vorquartal ausgeweitet
- Nachfolge an der Unternehmensspitze offen
Bei Nel ASA bleibt es an der Nachrichtenfront still. Seit den Zahlen zum zweiten Quartal im Juli und der Ankündigung des CEO-Wechsels im Juni ist kein neuer Impuls hinzugekommen. Anleger müssen sich bis zum 21. Oktober gedulden, wenn der norwegische Wasserstoff-Spezialist seine Zahlen zum dritten Quartal vorlegt.
Der Aktienkurs bewegt sich in dieser nachrichtenarmen Phase seitwärts. Am Freitag schloss das Papier bei 0,1960 Euro, ein Plus von 1,8 Prozent. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein leichtes Minus von 0,9 Prozent zu Buche – die kurzfristige Erholung ändert wenig am insgesamt schwachen Bild der vergangenen Wochen.
Schwache Zahlen als Hintergrundrauschen
Die zuletzt vorgelegten Geschäftszahlen liefern wenig Anlass für Optimismus. Im zweiten Quartal 2026 erzielte Nel einen Umsatz von 153 Millionen norwegischen Kronen, ein Rückgang von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das EBITDA fiel mit minus 155 Millionen Kronen deutlich negativer aus als im ersten Quartal desselben Jahres, in dem noch ein Minus von 100 Millionen Kronen verzeichnet wurde. Auch im Vergleich zum zweiten Quartal 2025, als das EBITDA bei minus 86 Millionen Kronen lag, hat sich die operative Lage spürbar verschlechtert.
Diese Entwicklung wirft Fragen zur Kostenstruktur und zur Auslastung der Fertigungskapazitäten auf. Ein einmaliger Rückgang wäre zu verschmerzen, doch die Verschlechterung über drei aufeinanderfolgende Quartale hinweg deutet auf strukturelle Probleme hin, die das Management in den kommenden Monaten adressieren muss.
Die Personalie im Hintergrund
Parallel zur schwachen operativen Entwicklung sucht das Unternehmen nach einer neuen Führungsspitze. CEO Håkon Volldal hatte im Juni seinen Rücktritt angekündigt, mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten. Der Aufsichtsrat sucht seither nach einem Nachfolger, ein Ergebnis dieser Suche steht noch aus.
Für Anleger bedeutet dies eine zusätzliche Unsicherheitskomponente: Wer auch immer das Unternehmen künftig führt, wird sich unmittelbar mit der Frage konfrontiert sehen, wie die schwache Profitabilität in eine tragfähige Wachstumsstrategie überführt werden kann.
Ausblick auf den Herbst
Die Kombination aus schwächelnden Zahlen und offener Führungsfrage sorgt derzeit für eine Art Wartestellung am Markt. Der Kurs bewegt sich nahe seinem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt von 0,1996 Euro, was auf eine gewisse Stabilisierung nach den Verlusten der vergangenen Monate hindeutet.
Ob sich daraus eine nachhaltige Trendwende ergibt, dürfte sich erst zeigen, wenn im Oktober neue operative Daten sowie – im besten Fall – Klarheit über die Nachfolge an der Unternehmensspitze vorliegen. Bis dahin bleibt der Wasserstoff-Titel ein Fall für geduldige Investoren, die auf den nächsten konkreten Katalysator warten.
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