Nel ASA Aktie: Samsung-Partnerschaft soll Fläche halbieren
Die Aktie von Nel ASA fällt nach starkem Anstieg zurück. Technische Indikatoren deuten auf eine mögliche Konsolidierung hin.

- Kursrückgang nach 52-Wochen-Hoch
- Neue Elektrolyseur-Plattform vorgestellt
- Partnerschaft mit Samsung E&A
- Umsatzrückgang im ersten Quartal
Ein neues 52-Wochen-Hoch, dann der Rücksetzer. Die Aktie von Nel ASA verlor am Dienstag über fünf Prozent. Auf Tradegate gab es zeitweise um 7,2 Prozent auf 0,33 Euro nach unten. Der Kurssprung der vergangenen Wochen gerät damit auf den Prüfstand.
Seit dem Tief von Mitte Februar hatte sich der Kurs fast verdoppelt. Aktuell notiert Nel bei 0,34 Euro – ein Plus von 77,6 Prozent seit Jahresbeginn. Der Anstieg stoppte an einer markanten Widerstandslinie von umgerechnet 0,35 Euro. Der Rücksetzer könnte eine gesunde Konsolidierung sein: Der Chaikin Money Flow liegt knapp im positiven Bereich, der Stochastic RSI gab ein neues Kaufsignal.
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Technologische Durchbrüche
Auslöser der Rallye sind handfeste Neuigkeiten. Am 6. Mai brachte Nel eine neue Elektrolyseur-Plattform auf den Markt. Sie soll die Kosten für grünen Wasserstoff drastisch senken. Eine 25-MW-Anlage kostet demnach unter 1.450 Dollar pro Kilowatt – weniger als die Hälfte des Branchendurchschnitts.
Hinzu kommt eine Partnerschaft mit Samsung E&A. Die gemeinsame Lösung „CompassH2-A+“ reduziert die benötigte Fläche um 50 Prozent. Samsung gibt eine Garantie für das gesamte System. Das adressiert ein zentrales Problem: die schwierige Finanzierung von Wasserstoffprojekten.
Finanzen bleiben gemischt
Die Technologiebegeisterung überdeckt eine ernüchternde Bilanz. Im ersten Quartal fiel der Umsatz um fünf Prozent auf 148 Millionen Kronen. Das operative Ergebnis blieb mit minus 100 Millionen Kronen negativ, verbesserte sich aber zum Vorjahr. Der Auftragsbestand schrumpfte um 24 Prozent.
Positiv: Nel verfügt über 1,44 Milliarden Kronen an Barmitteln. Die Liquidität gibt Spielraum.
Am 15. Juli legt Nel die nächsten Quartalszahlen vor. Dann zeigt sich, ob die neuen Produkte und die Samsung-Partnerschaft bereits Aufträge bringen. Bis dahin bleibt die Aktie volatil.
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