Nel ASA Aktie: Technologiewechsel

Der norwegische Wasserstoffspezialist Nel setzt auf eine neue modulare Elektrolyseur-Technologie, um Kosten zu senken und Projekte wirtschaftlicher zu machen. Die Markteinführung ist für 2026 geplant.

Die Kernpunkte:
  • Neue Elektrolyseur-Plattform startet 2026
  • Modulares Design senkt Produktionskosten
  • EU-Fördermittel von bis zu 135 Millionen Euro
  • Bilanzlage stabiler als bei Wettbewerbern

Nel ASA startet mit einem klaren Strategiewechsel ins neue Jahr. Trotz Kursniveau nahe historischer Tiefstände setzt der norwegische Wasserstoffspezialist auf eine neue Elektrolyseur-Plattform und hohe Skalierung. Entscheidend wird sein, ob die nächste Technologiegeneration tatsächlich bessere Wirtschaftlichkeit in Projekten ermöglicht.

Neuer Technologiestandard in Herøya

Mit der finalen Investitionsentscheidung schließt Nel ein siebenjähriges Entwicklungsprogramm ab. Am Standort Herøya in Norwegen soll eine Produktionskapazität von bis zu 1 GW für die neue „Next Generation Pressurized Alkaline“-Plattform entstehen. Vorausgegangen sind erfolgreiche Prototypentests und Skalierungsversuche, die nach Unternehmensangaben eine marktführende Effizienz bestätigen.

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Zentrale Eckpunkte der Initiative:

  • Kommerzieller Marktstart der neuen Plattform in der ersten Hälfte 2026
  • Industrieller Großserienhochlauf ab 2027 angestrebt
  • Zusage aus dem EU Innovation Fund von bis zu 135 Mio. EUR für die Industrialisierung
  • Modulares, skid-basiertes Design für Außenaufstellung ohne teure Gebäudehülle

Im Zuge des Technologiewechsels überprüft Nel auch die Buchwerte zweier derzeit stillstehender 500-MW-Produktionslinien für atmosphärische Alkaline-Technologie in Herøya.

Modulares Design als Kostenhebel

Kern der Strategie von CEO Håkon Volldal ist Kostenführerschaft über eine konsequent modulare Containerlösung. Vorgefertigte, im Werk getestete Module sollen als standardisierte Container-Skids ausgeliefert werden. Das vereinfacht Konstruktion, Logistik und Installation deutlich.

Der entscheidende Punkt: Die für den Außenbetrieb ausgelegte Anlage macht aufwändige Gebäude weitgehend überflüssig. Dadurch könnten die spezifischen Wasserstoff-Produktionskosten so weit sinken, dass Projekte auch ohne sehr hohe Subventionen wirtschaftlich darstellbar werden. Für eine Branche mit anhaltenden Profitabilitätsproblemen wäre das ein wichtiger Fortschritt.

Finanzlage und Auftragseingang

Im Vergleich zum US-Wettbewerber Plug Power geht Nel mit einer kontrollierteren Bilanzsituation in das Jahr 2026. Zum 30. September 2025 lagen die liquiden Mittel bei 1,76 Mrd. NOK. Die Zahlen zum dritten Quartal 2025 zeigen:

  • Vertragsumsätze von 303 Mio. NOK (Vorjahr: 366 Mio. NOK)
  • EBITDA-Verlust verbessert auf -37 Mio. NOK (Q3 2024: -90 Mio. NOK)
  • Striktes Kostenmanagement mit sichtbaren Effekten

Auch auf der Auftragsseite gab es zuletzt Bewegung. Im November 2025 erhielt Nel PEM-Bestellungen aus den HyFuel- und Kaupanes-Wasserstoffprojekten mit einem Volumen von über 50 Mio. USD. Zusätzlich wurden Technologieanbieter-Vereinbarungen mit GreenH für Projekte in Kristiansund und Slagentangen geschlossen.

Strategische Unterstützung durch Samsung E&A

Rückendeckung erhält Nel von Großaktionär Samsung E&A, der im Rahmen einer Kapitalerhöhung im März 2025 eingestiegen ist. Der koreanische Engineering-Konzern hat seither seine „CompassH2“-Lösung für Wasserstoffanlagen vorgestellt, die auf der Alkaline-Technologie von Nel basiert. Daraus ergibt sich ein potenziell bedeutender Vertriebskanal für künftige Projekte.

Sektor unter Druck, Bewertung unsicher

Das Umfeld für Wasserstoffwerte bleibt schwierig. Verzögerte Investitionsentscheidungen in der Industrie bremsen die Nachfrage. Aktien von Nel, Plug Power und thyssenkrupp nucera verzeichneten in den vergangenen zwölf Monaten Kursrückgänge von rund 14 % und lagen damit unter der Entwicklung des norwegischen Gesamtmarkts.

Das aktuelle Konsens-Kursziel der Analysten liegt bei etwa 2,28 NOK und damit in etwa auf dem jüngsten Kursniveau. Die große Spannbreite einzelner Schätzungen verweist auf erhebliche Unsicherheit über die kurzfristige Entwicklung des Sektors.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Der nächste zentrale Prüfstein ist der Quartalsbericht am 26. Februar 2026, bei dem die Entwicklung des Auftragseingangs im Fokus stehen dürfte. In den Monaten danach gilt die erfolgreiche Markteinführung der Next-Generation-Pressurized-Alkaline-Plattform als entscheidender Katalysator für eine mögliche, nachhaltige Neubewertung der Aktie.

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