Nel ASA Aktie: Volldal verlässt zu Elopak

Nel-Aktie fällt nach CEO-Abgang weiter. Technische Marken und Q2-Zahlen rücken in den Fokus der Anleger.

Die Kernpunkte:
  • CEO Håkon Volldal verlässt Nel
  • Aktie verliert in einer Woche sieben Prozent
  • Kurs kämpft um 200-Tage-Linie bei 0,21 Euro
  • Q2-Ergebnisse am 15. Juli erwartet

Der Abgang des Vorstandschefs kommt zur Unzeit. Nel ASA steckt mitten in einer technischen Schwächephase — und die Aktie kämpft um ein entscheidendes Kursniveau.

Führungswechsel trifft auf schwache Stimmung

Håkon Volldal verlässt den norwegischen Wasserstoffspezialisten. Der CEO seit Juli 2022 wechselt zur Verpackungsfirma Elopak ASA. Er beobachtet eine sechsmonatige Kündigungsfrist, die Suche nach einem Nachfolger hat gerade erst begonnen.

Der Aufsichtsrat unter Vorsitzendem Arvid Moss betonte, die strategische Ausrichtung bleibe unverändert. Anleger zeigten sich davon wenig überzeugt. Die Aktie verlor in den vergangenen sieben Tagen knapp sieben Prozent und notiert aktuell bei 0,22 Euro.

Das Problem: Der Führungswechsel trifft Nel in einem kritischen Moment. Das Unternehmen steht kurz davor, seine neue Technologieplattform — den „Next Generation Pressurized Alkaline“-Elektrolyseur — am Standort Herøya in Norwegen zu industrialisieren. Kein idealer Zeitpunkt für eine Vakanz an der Spitze.

Technisch auf der Kippe

Am Mittwoch gelang der Aktie kurz der Sprung über den 200-Tage-Durchschnitt bei 0,21 Euro. Einen Tag später war der Ausbruch Geschichte. Der Kurs fiel am Donnerstag um 4,8 Prozent zurück.

Mit 0,22 Euro liegt die Aktie nur knapp vier Prozent über diesem gleitenden Durchschnitt. Rutscht sie darunter, rückt das 52-Wochen-Tief von 0,17 Euro wieder in den Blick. Nach oben wartet der 50-Tage-Durchschnitt bei 0,27 Euro — ein Abstand von gut 16 Prozent. Der RSI liegt bei 36, nahe der überverkauften Zone.

Q2-Zahlen als nächster Prüfstein

Am 15. Juli 2026 legt Nel die Ergebnisse für das zweite Quartal vor. Im ersten Quartal sanken die Erlöse auf 148,1 Millionen Norwegische Kronen — ein Rückgang von rund 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Verlust je Aktie lag bei -0,08 NOK.

Hinzu kam Anfang Juni ein Vergleich im Rechtsstreit mit Iwatani, der das Unternehmen rund 7,5 Millionen US-Dollar kostete. Marktbeobachter werten den Abschluss als mögliche Entlastung: Nel könnte sich nun stärker auf das operative Geschäft konzentrieren und im zweiten Halbjahr neue Verträge gewinnen. Ob das gelingt, zeigen die Juli-Zahlen.

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