Nel ASA Aktie: Zwei USD-7-Millionen-Orders im April

Nel ASA präsentiert am 6. Mai sein neues Druckalkalisystem, das die Wasserstoffproduktion günstiger machen soll. Zwei US-Aufträge stützen die PEM-Sparte.

Die Kernpunkte:
  • Neues Druckalkalisystem wird am 6. Mai vorgestellt
  • Zwei PEM-Aufträge aus den USA erhalten
  • Verluste im ersten Quartal 2026 reduziert
  • Aktienkurs nahe 52-Wochen-Hoch

Zwei US-Aufträge in einer Woche, ein Aktienkurs nahe dem Jahreshoch und ein Produkt, das acht Jahre in der Entwicklung steckt: Nel ASA steuert auf einen der wichtigsten Momente seiner jüngeren Geschichte zu. Am 6. Mai präsentiert der norwegische Elektrolyseur-Hersteller sein neues Druckalkalisystem — und die Erwartungen sind hoch.

Zwei PEM-Aufträge aus den USA

Kurz vor dem Feiertag sicherte sich Nel zwei Aufträge für seine PEM-Sparte. Beide kamen aus den USA, beide hatten jeweils einen Wert von rund 7 Millionen US-Dollar.

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Der erste stammt von Mesure Process, einer Tochter von Synqo Energies. Die Containereinheiten gehen in ein europäisches Projekt und sollen Wasserstofftankstellen sowie Industriekunden versorgen. Es war bereits die zweite Bestellung dieses Kunden bei Nel.

Der zweite Auftrag kommt vom Douglas County Public Utility District im Bundesstaat Washington. Dort soll ein Elektrolyseur überschüssige Energie aus einem Wasserkraftwerk nutzen, um das Netz zu stabilisieren. Das schont die Turbinen und senkt den Wartungsaufwand.

Q1 2026: Verluste schrumpfen, Auftragseingang schwächelt

Das erste Quartal war durchwachsen. Nel erzielte einen Umsatz von 148 Millionen Norwegischen Kronen. Das EBITDA lag bei minus 100 Millionen Kronen — immerhin 15 Millionen besser als im Vorjahr. Der Nettoverlust sank von 179 auf 144 Millionen Kronen.

Problematischer: Der Auftragseingang brach auf nur 85 Millionen Kronen ein. Das Auftragspolster steht bei 1,1 Milliarden Kronen. Management und Investoren wissen, dass dieser Wert wachsen muss.

Liquide Mittel von 1,4 Milliarden Kronen sichern den Betrieb laut Unternehmensangaben bis Ende 2026.

Der 6. Mai und was danach kommt

Das neue Druckalkalisystem soll die Wirtschaftlichkeit der Grünen-Wasserstoff-Produktion grundlegend verändern. Nel rechnet mit 40 bis 60 Prozent niedrigeren Investitionskosten und 10 bis 20 Prozent geringeren Betriebskosten. Die EU fördert die Skalierung mit bis zu 135 Millionen Euro — rund 60 Prozent der förderfähigen Kosten. Größere Lieferungen plant Nel ab 2027.

Das Werk in Herøya soll langfristig eine Jahreskapazität von vier Gigawatt erreichen. Das ist Ambition auf dem Papier — die Frage ist, ob der Markt mitzieht.

Ein Risiko bleibt offen: Nel prüft derzeit den Buchwert von zwei stillgelegten 500-Megawatt-Produktionslinien für atmosphärische Alkalisysteme am Herøya-Standort. Ob die Linien reaktiviert, geschlossen oder verkauft werden, ist noch offen. Eine Abschreibung wäre möglich — nach bereits 799 Millionen Kronen an Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 2025.

Kurs nahe Jahreshoch, Analysten zurückhaltend

Die Aktie legte seit Jahresbeginn mehr als 43 Prozent zu und berührte dabei ein 52-Wochen-Hoch. Analysten bleiben vorsichtig. Berenberg hält an seiner Neutral-Einstufung fest, senkte das Kursziel aber von 2,60 auf 2,30 Kronen. Citigroup kürzte das Ziel von 2,70 auf 2,40 Kronen — beide verweisen damit auf Bewertungsrisiken trotz der positiven Stimmung.

Am 15. Juli legt Nel die Zahlen für das zweite Quartal vor. Bis dahin wird sich zeigen, ob der Produktlaunch vom 6. Mai konkrete Bestellungen auslöst — und ob der Auftragseingang wieder anzieht.

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