Nel ASA: Chairman Moss kauft 100.000 Aktien

Nel ASA hat einen bemerkenswerten April hinter sich. Die Aktie des norwegischen Elektrolyseur-Herstellers notiert auf einem 52-Wochen-Hoch von 0,28 Euro — ein Plus von fast 46 Prozent seit Jahresbeginn. Treiber sind ein aufsehenerregender Insiderkauf und ein konkreter Technologie-Katalysator, der am 6. Mai Fahrt aufnehmen soll.
Vorstandsvorsitzender setzt eigenes Kapital ein
Aufsichtsratschef Arvid Moss kaufte 100.000 Nel-Aktien zu einem Durchschnittspreis von rund 2,25 norwegischen Kronen. Es ist sein erster gemeldeter Kauf — und er fällt in eine Phase, in der das Unternehmen operativ noch unter Druck steht. Die Transaktion unterliegt den Meldepflichten nach der EU-Marktmissbrauchsverordnung und dem norwegischen Wertpapierhandelsgesetz.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nel ASA?
Q1 2026: Verluste schrumpfen, Auftragseingang bricht ein
Die Quartalszahlen zeigen ein zweigeteiltes Bild. Der Nettoverlust sank auf 144 Millionen Norwegische Kronen, nach 179 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA verbesserte sich um 15 Millionen auf minus 100 Millionen Kronen — auch weil die Personalkosten um mehr als ein Fünftel zurückgingen.
Der Auftragseingang dagegen brach um 73 Prozent auf 85 Millionen Kronen ein. Das zog den Auftragsbestand um 24 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Kronen nach unten. Die Umsätze aus Kundenverträgen lagen bei 148 Millionen Kronen, fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Immerhin: Nel verfügt über eine Liquiditätsreserve von rund 1,4 Milliarden Kronen — nach Unternehmensangaben ausreichend für den gesamten Jahresbetrieb 2026.
CEO Håkon Volldal räumte ein, das erste Quartal sei „recht ruhig beim Auftragseingang“ gewesen. Er verwies jedoch auf wachsendes Interesse an dezentraler Energieerzeugung und verteidigungsnahen Anwendungen — Wasserstoff als strategisches Werkzeug für Regierungen, nicht nur als Klimatechnologie.
6. Mai: Der entscheidende Termin
Am 6. Mai lädt Nel zur Präsentation einer neuen druckbeaufschlagten alkalischen Elektrolyse-Plattform in sein Werk in Herøya ein. Volldal bezeichnet sie als „Quantensprung“: Die Technologie soll die Investitionskosten um 40 bis 60 Prozent und die Betriebskosten um 10 bis 20 Prozent senken. Die EU fördert das Projekt mit bis zu 135 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds, Serienlieferungen sind für 2027 geplant.
Kein Wunder, dass Anleger genau hinschauen. Nel zeigt in Herøya eine reale physische Installation — kein Konzeptpapier, sondern ein funktionierendes System. Bis Ende 2026 soll die erste Produktionskapazität von 500 Megawatt stehen.
Ein Risiko bleibt: Zwei bestehende 500-MW-Produktionslinien für atmosphärische Elektrolyse in Herøya liegen still. Mit dem Launch der neuen Plattform könnte eine Abschreibung auf diese Altanlagen fällig werden.
Die PEM-Sparte meldete nach dem Quartalsende bereits einen neuen Auftrag über 7 Millionen US-Dollar. Ob der Plattform-Launch weitere Verträge auslöst, zeigt der Halbjahresbericht am 15. Juli — das erste belastbare Datenpunkt nach dem Technologie-Event.
Nel ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nel ASA-Analyse vom 30. April liefert die Antwort:
Die neusten Nel ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nel ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nel ASA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


