Nel ASA: Pressurized-Alkaline startet 6. Mai

Nel ASA reduziert Nettoverlust und senkt Kosten drastisch. Der bevorstehende Launch einer neuen Elektrolyseur-Plattform Anfang Mai steht im Fokus.

Die Kernpunkte:
  • Nettoverlust auf 144 Millionen Kronen gesenkt
  • Personalkosten um über 20 Prozent reduziert
  • Neue Druck-Alkali-Plattform ab Mai
  • EU-Förderung von 11 Millionen Euro erwartet

Nel ASA liefert greifbare Ergebnisse beim Konzernumbau. Der Wasserstoff-Spezialist senkt seine Kosten drastisch. Parallel dazu rückt ein wichtiges Datum für die Produktstrategie näher. Anfang Mai präsentiert das Unternehmen eine neue Elektrolyseur-Plattform.

Im abgelaufenen Quartal verbuchte Nel einen Nettoverlust von 144 Millionen norwegischen Kronen. Ein Jahr zuvor lag das Minus noch bei 179 Millionen Kronen. Auch das operative Ergebnis verbesserte sich leicht auf minus 100 Millionen Kronen.

Der Grund für die Erholung liegt in harten Einschnitten. Das Management strich die Personalkosten um gut ein Fünftel und baute die Belegschaft deutlich ab. Das zeigt: Die Restrukturierung greift.

Der Umsatz aus Kundenverträgen sank leicht auf 148 Millionen Kronen. Auch der Auftragsbestand schrumpfte im Jahresvergleich um 24 Prozent. Die liquiden Mittel fielen auf rund 1,4 Milliarden Kronen.

Neue Technologie soll Kosten senken

Das wichtigste Ereignis für Nel steht unmittelbar bevor. Anfang Mai stellt der Konzern seine neue Druck-Alkali-Plattform vor. Diese Technologie soll die Investitionskosten für grüne Wasserstoffprojekte massiv drücken. Die kommerzielle Massenproduktion startet voraussichtlich 2027.

Europa unterstützt diesen Ausbau finanziell. In den kommenden Monaten erwartet Nel eine EU-Förderung über 11 Millionen Euro, die direkt in die Industrialisierung der neuen Anlagen fließt. Insgesamt hat die EU Hilfen von bis zu 135 Millionen Euro zugesagt.

Die Kehrseite der Innovation: Alte Technik wird obsolet. Nel prüft derzeit den Buchwert von zwei stillgelegten Produktionslinien. Hier drohen baldige Abschreibungen.

Aktie reagiert auf positive Signale

CEO Håkon Volldal sieht abseits der neuen Plattform weiteres Potenzial. Er verweist auf eine wachsende Nachfrage nach dezentraler Energieversorgung. Besonders der Verteidigungssektor rückt als neuer Markt in den Fokus.

Die PEM-Sparte meldet derweil neue Aufträge. Nach Quartalsende unterschrieb Nel einen Vertrag über 7 Millionen US-Dollar. Am Aktienmarkt kommen diese Nachrichten gut an. Die Nel-Aktie legte am Freitag um 3,6 Prozent auf 0,21 Euro zu.

Auf Jahressicht steht damit ein Plus von gut 12 Prozent auf der Kurstafel. Der Kurs notiert aktuell über der wichtigen 200-Tage-Linie.

Am 15. Juli veröffentlicht Nel den Bericht zum ersten Halbjahr. Bis dahin richtet sich der Fokus komplett auf den Produktstart im Mai. Gelingt die Markteinführung der neuen Plattform planmäßig, untermauert das den laufenden Konzernumbau.

Nel ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nel ASA-Analyse vom 24. April liefert die Antwort:

Die neusten Nel ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nel ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nel ASA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Nel ASA