Nemetschek: Hat dieser Höhenflug auch mal ein Ende?

Ein kurzer Blick in die Börsen-Vergangenheit von Nemetschek. Wer sich vor zehn Jahren traute, konnte die Aktie des Software-Spezialisten zu Kursen von 2-3 Euro, zeitweise sogar unter 2 Euro, einsammeln.

Dank eines stetigen Umsatz- und Gewinnwachstums notiert die Aktie des Unternehmens, das insbesondere Architekten und Baufirmen mit Software versorgt, bei fast 140 Euro. Also eine Performance binnen zehn Jahren von schwindelerregenden fast 7000 %.

Nemetschek im Höhenflug

Und gerade jetzt hat der Wert erneut ein neues Allzeithoch markieren können. Was allerdings auch wieder die Frage aufwirft, ob diese Mega-Rallye so weitergehen kann. Denn der letzte halbwegs ernsthafte Korrektur-/Konsolidierungs-Versuch zwischen Mai und Ende Juni brachte gerade mal einen Abschlag von rund 10 %. Was angesichts der inzwischen schwindelerregenden Gewinnbewertung der Aktie deutlich zu wenig war.

Echt teuer

Ein diesjähriges geschätztes KGV von über 70 liegt nicht nur weit über dem Marktdurchschnitt, sondern auch über dem historischen Durchschnitt der Nemetschek-Aktie, der mit Blick auf die letzten sechs Jahre bei rund 32 angesiedelt wird. Auch nicht gerade billig, aber die Hälfte von dem, was wir jetzt erleben.

Wo könnte es hingehen?

Damit sind die Risiken bei Nemetschek relativ eindeutig. Das Unternehmen ist zu weiteren Erfolgsmeldungen geradezu verdammt. Sollte es hier nur die kleinsten Abstriche bei den Erwartungen geben, ist aufgrund der derzeitigen Charttechnik mit einer kräftigeren Korrektur zu rechnen. Wir würden diese vorerst in den Bereich von 110 Euro ansiedeln, wo derzeit die 100-Tage-Linie verläuft. Aber auch das wären immerhin gut 20 % Abwärtspotenzial.

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