NEO Battery Materials Aktie: 10 Prozent Minus auf 0,19 Euro
NEO Battery Materials fokussiert auf Verteidigung und KI, verliert aber an der Börse zehn Prozent und erreicht ein neues Jahrestief.

- Fokus auf Verteidigung und KI
- Aktie fällt auf Jahrestief
- Drohnen-Batterien als Kernprodukt
- Produktion in Südkorea gestartet
NEO Battery Materials richtet sein Geschäft konsequent neu aus. Das Unternehmen setzt künftig massiv auf die Sektoren Verteidigung und Künstliche Intelligenz. Damit reagiert der Spezialist für Silizium-Anoden auf den wachsenden Bedarf an Batterielieferketten außerhalb Chinas. Neben der Rüstungsindustrie rückt auch der Bereich Robotik stärker in den Fokus.
An der Börse herrscht derweil Ernüchterung. Die Aktie verliert heute zehn Prozent an Wert und markiert bei 0,19 Euro ein neues Jahrestief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus damit auf rund 51 Prozent.
Fokus auf den Verteidigungssektor
Die neue Strategie zielt direkt auf regulatorische Änderungen in den USA. Ab 2028 greifen dort erste Verbote für chinesische Batterien. Bis 2031 folgt der komplette Ausschluss. NEO Battery Materials will diese Lücke füllen.
Das Unternehmen nutzt eine eigene Silizium-Anoden-Technologie. Die Technologie ersetzt herkömmliche Graphit-Anoden. Das senkt die Kosten pro Energieeinheit und ermöglicht ultraschnelles Laden. Bei Überwachungsdrohnen konnte die Einsatzdauer so bereits fast verdoppelt werden.
Kapazitäten in Südkorea
Die Produktion läuft bereits in einem Werk in Südkorea an. Dort entstehen Batterien für bis zu 100.000 Frachtdrohnen jährlich. Alternativ reicht die Kapazität für acht Millionen kleinere Strike-Drohnen.
Das Management verspricht sich davon hohe Margen. Im Vergleich zum klassischen Elektroauto-Markt ist das Geschäft mit Drohnen deutlich profitabler. Ein zweites Werk in Korea soll bereits Anfang 2027 den Betrieb aufnehmen.
Langfristig strebt NEO Battery Materials eine Kapazität von vier Milliarden Zellen jährlich an. Investoren stellten zuletzt rund 50 Millionen kanadische Dollar für die Materialentwicklung bereit. Weitere 17,5 Millionen flossen in die Batterieproduktion.
Der Auftragsbestand liegt aktuell bei etwa zehn Millionen kanadischen Dollar. Gespräche über größere Verträge mit Rüstungskonzernen aus den USA und Europa laufen bereits. Die Strategie zielt nun verstärkt auf NATO-Staaten und die Ukraine ab.
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