Nestlé Aktie: Führungswechsel besiegelt!

Die Generalversammlung bestätigt das neue Management um Pablo Isla und Philipp Navratil. Trotz Kursrückgangs erhöht Nestlé die Dividende, kämpft aber mit einem teuren Produktrückruf und drohenden US-Zöllen.

Die Kernpunkte:
  • Neues Führungsduo tritt vor Aktionäre
  • Dividende steigt auf 3,10 Franken
  • Massiver Rückruf kostet 200 Millionen
  • Drohende US-Zölle auf Nespresso-Kapseln

Die Generalversammlung von Nestlé markiert einen harten Schnitt. Zum ersten Mal trat das neue Führungsduo in Lausanne vor die Aktionäre. Chairman Pablo Isla und CEO Philipp Navratil übernehmen das Steuer in einer turbulenten Phase.

Frischer Wind im Verwaltungsrat

Navratil ist bereits der dritte CEO in zwei Jahren. Sein Vorgänger Laurent Freixe musste nach einem Verstoß gegen den Verhaltenskodex gehen. Jetzt soll Ruhe einkehren. Die Aktionäre stützten den Kurs und wählten zwei prominente Neuzugänge in den Verwaltungsrat.

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Thomas Jordan, Ex-Präsident der Schweizerischen Nationalbank, bringt makroökonomische Expertise mit. Fama Francisco von Procter & Gamble stärkt das Konsumgüter-Wissen. Parallel dazu strafft Nestlé die internen Ausschüsse für mehr Effizienz.

Dividende steigt trotz Kursflaute

Die gute Nachricht für Anleger betrifft die Ausschüttung. Nestlé erhöht die Dividende um fünf Rappen auf 3,10 Franken je Aktie. Damit hält oder steigert der Konzern die Zahlung im 66. Jahr in Folge.

An der Börse herrscht indes Skepsis. Die Aktie notiert aktuell bei 78,74 Franken und verlor auf 30-Tage-Sicht knapp acht Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei rund 95 Franken hat sich das Papier deutlich entfernt.

Teurer Rückruf belastet Bilanz

Die operative Realität bleibt anspruchsvoll. Ein massiver Rückruf von Säuglingsnahrung reißt ein Loch von 200 Millionen Franken in die Bilanz. Über 800 Produkte in rund 60 Ländern sind betroffen.

Hinzu kommt ein handfestes Handelsrisiko. Die USA sind der wichtigste Markt für Nespresso-Kapseln. Da Nestlé diese in der Westschweiz produziert, drohen US-Strafzölle von 39 Prozent. Aktuell ist diese Maßnahme für 90 Tage ausgesetzt.

Der nächste Härtetest für Navratil folgt am 23. April. Dann legt Nestlé die Umsatzzahlen für das erste Quartal vor. Analysten achten besonders auf das reale interne Wachstum in den Kernsparten Kaffee und Heimtiernahrung. Das Jahresziel steht: Der Konzern plant ein organisches Wachstum von drei bis vier Prozent.

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