Nestle Aktie: Toxin-Alarm belastet
Der Nachweis des Toxins Cereulid in Säuglingsnahrung führt zu Rückrufen und belastet die Nestle-Aktie kurz vor der Vorlage der Jahreszahlen.

- Toxin Cereulid in Babymilchprodukten entdeckt
- Erweiterte Rückrufe der Marke Guigoz in Frankreich
- Aktienkurs verliert deutlich vor Bilanzvorlage
- Verschärfte EU-Testverfahren als Auslöser
Der Schweizer Nahrungsmittelriese steht unter Druck. Nur wenige Tage vor der Vorlage der Jahreszahlen belasten Berichte über Qualitätsprobleme bei Babynahrung die Aktie. Der Nachweis des Toxins Cereulid in Säuglingsnahrung sorgt für Verunsicherung – ausgerechnet in einem der margenstärksten Geschäftsbereiche des Konzerns.
Die Nestle-Aktie verlor am Mittwoch über 1 Prozent und zählte zu den schwächsten Werten im Swiss Market Index. Auch am Donnerstag blieb der Titel volatil.
Erweiterte Rückrufe nach verschärften EU-Tests
Auslöser der Turbulenzen sind Erkrankungen bei Säuglingen in Belgien, die mit dem bakteriellen Toxin Cereulid in Verbindung gebracht werden. Die Europäische Union hat daraufhin ihre Analysemethoden verschärft und die Nachweisschwellen für das Toxin gesenkt.
Nestle reagierte mit der Ausweitung eines Rückrufs für eine Charge der Marke Guigoz in Frankreich. Das Unternehmen betont, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handle. Die neuen EU-Testverfahren erfassen nun auch flüssige Formeln deutlich genauer als zuvor.
Die Fakten im Überblick:
- Toxin Cereulid in Babymilchprodukten nachgewiesen
- Erkrankungen bei Säuglingen in Belgien gemeldet
- Erweiterte Rückrufe in Frankreich (Marke Guigoz)
- Verschärfte EU-Analysemethoden mit niedrigeren Nachweisschwellen
- Kursrückgang über 1 Prozent am Mittwoch
Ungünstiger Zeitpunkt vor Bilanzvorlage
Die Qualitätsdebatte trifft Nestle in einer sensiblen Phase. Die Sparte Säuglingsernährung gehört zu den profitabelsten Bereichen des Konzerns. Hier ist das Vertrauen der Konsumenten entscheidend – jeder Zweifel an der Produktsicherheit wiegt schwer.
Am kommenden Mittwoch, den 19. Februar, legt das Management die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor. Analysten dürften nun nicht nur die Finanzkennzahlen hinterfragen, sondern auch konkrete Antworten zum Umgang mit der Qualitätsproblematik erwarten.
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