Nestle senkt Wachstumsziel nach enttäuschenden Zahlen

Die jüngsten Zahlen des Nahrungsmittel-Giganten Nestle blieben hinter den Erwartungen zurück. Nach neun Monaten in 2016 verzeichnet das Schweizer Unternehmen ein Umsatzwachstum von 3,3 Prozent. Für das Gesamtjahr wurde ursprünglich ein Plus von 4,2 Prozent erwartet, Nestle rechnet nun aber nur noch mit 3,5 Prozent organischem Wachstum. Die schlechte Nachricht schmeckte Anlegern natürlich nicht, der Titel verlor vorbörslich rund 1,5 Prozent. Ein Absturz ist das aber noch nicht. Für langfristig orientierte Anleger punktet der Konzern sowie mit anderen Dingen wie Verlässlichkeit, Beständigkeit und hoher Dividende.

© Pixabay
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Damit hatten Analysten nicht gerechnet: Dass Nestlé auch in 2016 die selbstgesteckten Ziele von fünf bis sechs Prozent Wachstum pro Jahr nicht erreichen würde, war klar. Dass aber auch die Prognose von 4,2 Prozent geschluckt werden musste, war dann doch eine negative Überraschung.

Mit 3,3 Prozent Wachstum in den ersten neun Monaten blieben die Schweizer auch recht deutlich hinter den Erwartungen zurück, Analysten hatten mit 3,6 Prozent gerechnet.

Strategie-Wechsel mit Ulf Schneider?

Die Hoffnungen für eine Trendumkehr ruhen nun vor allem auf dem Ex-Fresenius-Chef Ulf Schneider, der Anfang 2017 offiziell als neuer CEO der Schweizer an den Start geht. Die Aufgaben von Schneider sind vielfältig: Unter anderem soll die Gesundheits-Sparte des Unternehmens vorangebracht werden.

Dazu könnten zum Beispiel die Bereiche Gesundheits-Food und Pflegeprodukte gehören. Auch am Image wird der neue Chef wohl etwas feilen müssen, denn gerade bei Lebensmitteln liegen regionale und „hausgemachte“ Produkte im Trend – dafür steht der Schweizer Riese momentan nicht.

Nestle-Aktie weiterhin auf dem Zettel von Langfrist-Anlegern

Nach der kurzfristigen Enttäuschung der Anleger wegen der Neunmonatszahlen konnte sich die Nestlé Aktie am Vormittag schon wieder etwas erholen. So tief sitzt der Schock also nicht.

Für die meisten Anleger von Nestlé spielen diese kurzfristigen Schwankungen ohnehin kaum eine Rolle: Als großzügiger Dividendenzahler mit solider Entwicklung über Jahrzehnte hat der Konzern seinen Reiz für langfristig orientierte Anleger noch lange nicht verloren.

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