Nestlé: yfood-Übernahme im Juni abgeschlossen

Nestlé reagiert auf den Trend zu Abnehmspritzen mit angepassten Rezepturen und strategischen Zukäufen wie yfood Labs.

Die Kernpunkte:
  • Anpassung an Appetitverlust durch Medikamente
  • Übernahme von yfood Labs abgeschlossen
  • Aktie überwindet wichtige 200-Tage-Linie
  • Quartalszahlen für Juli erwartet

Nestlé passt seine Produkte an die Welt der Abnehm-Spritzen an. Medikamente wie Wegovy verändern oft die Geschmackswahrnehmung der Patienten. Der Schweizer Konzern reagiert frühzeitig auf diesen globalen Gesundheitstrend.

Die Nestlé-Aktie schloss am Mittwoch bei 90,67 Euro. Seit Jahresbeginn legte der Kurs um rund sieben Prozent zu. Aktuell notiert das Papier knapp drei Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Strategie gegen den Appetitverlust

Das Management will Rezepturen ändern, um Kunden mit veränderten Bedürfnissen zu binden. Die Medikamente sorgen oft für einen geringeren Appetit und eine Abkehr von süßen oder fettigen Speisen. Nestlé nutzt wissenschaftliche Daten, um seine Lebensmittel für diese Zielgruppe schmackhaft zu halten.

Parallel dazu strafft der Konzern sein Portfolio. Im Juni schloss Nestlé die Übernahme von yfood Labs ab. Das Unternehmen für Trinkmahlzeiten soll das Wachstum in modernen Sparten sichern. Obendrein soll der Schritt dabei helfen, die Nettoverschuldung zu senken.

Ausblick auf Dividende und Zahlen

Aktionäre setzen weiterhin auf die Stabilität der Ausschüttungen. Für das laufende Jahr erwarten Experten eine Dividende von 3,14 Schweizer Franken. Das wäre eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 3,10 Franken.

An der Börse überwand die Aktie zuletzt die wichtige 200-Tage-Linie bei 84,58 Euro. Ein kräftiger Ausbruch über das März-Hoch lässt jedoch noch auf sich warten. Investoren zeigen sich vor den nächsten Finanzberichten noch vorsichtig.

Neue Impulse bringt voraussichtlich der Juli. Nestlé wird dann die Zahlen für das zweite Quartal präsentieren. Der Markt rechnet für das erste Halbjahr mit einem organischen Wachstum von mindestens 3,5 Prozent.

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