Netflix: Ackman hält 3,15 Millionen Aktien
Pershing Square beteiligt sich an Netflix. Umsatzpläne, neue Partnerschaften und unterschiedliche Analystenziele prägen den aktuellen Ausblick.

- Pershing Square hält 3,15 Millionen Netflix-Aktien
- Netflix verhandelt über mögliche Streaming-Bündel
- Umsatzziel 2026 liegt bei 51,0 bis 51,4 Milliarden Dollar
- Analysten setzen unterschiedliche Kursziele
Der Hedgefonds Pershing Square unter der Leitung von Bill Ackman hat eine neue Beteiligung an Netflix bekannt gegeben. Die Investmentgesellschaft hält laut Medienberichten nun eine Position von etwa 3,15 Millionen Aktien, was einem Anteil von rund 4,9 Prozent am gesamten Portfolio des Hedgefonds entspricht.
Ackman identifizierte den Streaming-Anbieter nach einem deutlichen Kursrückgang gegenüber seinem 52-Wochen-Hoch als Gewinner in der Branche und verwies auf eine attraktive Bewertung des Unternehmens.
Strategische Partnerschaften und Bündelung im Gespräch
Parallel zum Einstieg des Großinvestors verdichten sich die Hinweise auf eine strategische Neuausrichtung im Vertrieb. Medienberichten zufolge befindet sich Netflix in frühen Gesprächen mit NBC und Fox über eine mögliche Integration der Streaming-Dienste Peacock und Fox One direkt in die Netflix-App. Ein solches Bündelungsmodell könnte die Position der Plattform als zentraler Anlaufpunkt für digitale Unterhaltung weiter festigen.
Auch im Bereich der Inhalte setzt das Unternehmen auf Kontinuität und neue Formate. Am Donnerstag bestätigte Netflix die Verlängerung der exklusiven Partnerschaft mit der Produzentin Shonda Rhimes und ihrer Firma Shondaland um weitere fünf Jahre bis 2031. Der Vertrag umfasst neben Serien und Filmen künftig auch verstärkt Gaming und Live-Events. Zudem wurde am Dienstag eine Kooperation mit dem YouTube-Ersteller Kevin Langue vereinbart, um dessen Shows exklusiv auf die Plattform zu bringen.
Umsatzprognose und Insider-Transaktionen
Die Konzernführung bekräftigte am Mittwoch ihre Finanzziele für das laufende Geschäftsjahr 2026. Netflix erwartet einen Gesamtumsatz zwischen 51,0 Milliarden und 51,4 Milliarden US-Dollar. Dabei entwickelt sich das Werbegeschäft nach Unternehmensangaben plangemäß und soll im Gesamtjahr rund 3 Milliarden US-Dollar zum Umsatz beisteuern.
Für das kommende dritte Quartal, dessen Zahlen am 15. Oktober erwartet werden, stellt das Management ein Umsatzwachstum von 12 Prozent auf 12,86 Milliarden US-Dollar in Aussicht.
Im laufenden Handel notiert das Papier bei 69,17 Euro und konnte damit heute ein Plus von 0,8 Prozent verzeichnen. Über die letzten 30 Tage betrachtet legte der Kurs um 7,8 Prozent zu. Zur Finanzierung anstehender Verbindlichkeiten plant das Unternehmen zudem die Ausgabe vorrangiger Anleihen mit Fälligkeit im Jahr 2036, um Schulden in Höhe von rund einer Milliarde US-Dollar zu refinanzieren.
In den vergangenen Wochen kam es zu mehreren Aktienverkäufen durch Führungskräfte. CEO Gregory Peters veräußerte am 6. August 27.312 Aktien, wobei dieser Verkauf im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans nach Rule 10b5-1 zur Deckung von Steuerverpflichtungen erfolgte.
Auch CFO Spencer Neumann trennte sich am 10. August von 9.248 Anteilscheinen. Insgesamt summierten sich die Insider-Verkäufe in den letzten 90 Tagen auf ein Volumen von rund 49,1 Millionen US-Dollar.
Unterschiedliche Signale aus der Analystenzunft
Die Expertenmeinungen zum zukünftigen Kurspotenzial der Aktie gingen am Mittwoch deutlich auseinander. Während Phillip Securities das Papier am Dienstag von „Accumulate“ auf „Buy“ hochstufte und ein Kursziel von 110,00 US-Dollar ausgab, senkten andere Häuser ihre Erwartungen.
Die Analysten von Wolfe Research hoben ihr Kursziel am selben Tag auf 95,00 US-Dollar an und begründeten dies damit, dass schwächere Engagement-Zahlen im zweiten Quartal lediglich ein temporäres Problem bei der zeitlichen Planung von Inhalten gewesen seien.
Demgegenüber standen am Mittwoch deutliche Zielpreissenkungen durch Barclays auf 80,00 US-Dollar sowie durch TD Cowen auf 100,00 US-Dollar. Auch das Analysehaus Itau BBA reduzierte sein Ziel von zuvor 151,40 US-Dollar auf nun 96,00 US-Dollar, behielt die Einstufung „Outperform“ jedoch bei.
BMO Capital Markets hatte bereits Mitte des Monats hervorgehoben, dass insbesondere das Werbegeschäft der primäre Wachstumstreiber für den nordamerikanischen Markt bleibe.
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