Netflix Aktie: Deal wackelt
Der geplante Netflix-Übernahme von Warner Bros. Discovery ist durch Widerstand eines Großinvestors und ein höheres Konkurrenzangebot von Paramount gefährdet.

- Aktivistischer Investor Ancora Holdings lehnt Netflix-Deal ab
- Paramount bietet höheren Preis pro Aktie für WBD
- US-Justizministerium prüft Netflix auf Wettbewerbsverhalten
- Entscheidung der Aktionäre für April 2026 erwartet
Der geplante Übernahme-Coup von Warner Bros. Discovery gerät ins Wanken. Ein aktivistischer Investor stellt sich offen gegen Netflix und bringt einen rivalisierenden Bieter ins Spiel. Während der Streaming-Gigant nun an zwei Fronten kämpfen muss, stellt sich die Frage: Platzt der Traum vom neuen Medien-Imperium durch ein besseres Konkurrenzangebot?
Aktivist fordert Kurswechsel
Der Widerstand formiert sich konkret durch Ancora Holdings. Der Investor hat eine Beteiligung von rund 200 Millionen US-Dollar an Warner Bros. Discovery (WBD) aufgebaut und am gestrigen Mittwoch angekündigt, gegen die Übernahme durch Netflix zu stimmen. Die Begründung zielt auf die finanzielle Substanz ab: Ancora bewertet die Netflix-Offerte als unzureichend und favorisiert stattdessen das konkurrierende Angebot von Paramount Skydance.
Die Zahlen stützen diese Haltung: Während Netflix das Zielunternehmen mit 27,75 US-Dollar pro Aktie bewertet, bietet Paramount glatte 30 US-Dollar. Zudem hat Paramount das Angebot am 10. Februar nachgebessert und zugesichert, die bei einem Scheitern des Netflix-Deals fällige Auflösungsgebühr von 2,8 Milliarden US-Dollar zu übernehmen – ein gewichtiges Argument für unsichere Aktionäre.
Behörden und Anleger im Fokus
Neben dem Bieterstreit sorgt auch die Regulierungsbehörde für Unruhe. Das US-Justizministerium (DOJ) prüft derzeit, ob Netflix durch wettbewerbswidriges Verhalten seine Marktposition zementiert. Zwar bezeichnete das Management diese Untersuchungen am 9. Februar als routinemäßigen Vorgang, doch die zusätzliche Unsicherheit belastet die Stimmung.
Die Aktie zeigt sich seit dem Split im November 2025 volatil. Interessanterweise nutzen Privatanleger die aktuellen Rücksetzer laut Marktdaten jedoch verstärkt für Einstiege („Buy the Dip“), unbeeindruckt von den strategischen Hürden auf Unternehmensebene.
Entscheidung im April
Die Weichenstellung erfolgt voraussichtlich im April 2026, wenn die Aktionäre über das Angebot abstimmen. Das Board von Warner Bros. Discovery hält bislang an der Fusion mit Netflix fest und betont den langfristigen Wert für das Unternehmen. Sollte Ancora jedoch weitere Großinvestoren mobilisieren können, droht das Pendel zugunsten der finanziell attraktiveren Paramount-Offerte auszuschlagen.
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