Netflix Aktie: Disney lizenziert Filme und Serien

Goldman Sachs und Barclays reduzieren ihre Kursziele; zugleich berichten Medien über einen möglichen Abbau von rund 800 Stellen.

Die Kernpunkte:
  • Netflix legt Quartalszahlen am 20. Oktober vor
  • Goldman Sachs senkt Kursziel auf 90 Dollar
  • Barclays reduziert Zielmarke auf 70 Dollar
  • Medien melden möglichen Wegfall von 800 Stellen

Vor der anstehenden Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal wächst an den Finanzmärkten die Zurückhaltung gegenüber Netflix. Am 20. Oktober 2026 will das Streaming-Unternehmen seine Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal 2026 vorlegen und einen Ausblick auf die weitere Entwicklung geben. Im Vorfeld dieses Termins dämpften mehrere Analysten ihre Erwartungen für den Streaming-Pionier spürbar.

Im deutschen Handel spiegelte sich die vorsichtigere Haltung zuletzt wider. Am Freitag gab die Netflix-Aktie um 1,7 Prozent nach und ging bei 62,75 Euro aus dem Handel. Auf diesem Niveau beläuft sich der Börsenwert des Unternehmens auf 265,98 Milliarden Euro.

Analysten dämpfen Erwartungen vor Quartalsbericht

Auslöser der skeptischeren Töne an der Wall Street sind vor allem Sorgen um das Nutzerwachstum und die Nutzungsintensität vor den anstehenden Zahlen. Goldman Sachs senkte am Dienstag das Kursziel für die Aktie von $94 auf $90, behielt die Einstufung auf „Buy“ jedoch bei.

Als Grund führten die Experten Bedenken hinsichtlich der Sehdauer an. Schätzungen von Sensor Tower signalisieren dabei ein Minus bei der Sehdauer auf Netflix in den USA von 20 Prozent im Jahresvergleich, während die weltweite Sehdauer um 7 Prozent zurückgegangen sei.

Auch andere Analysehäuser nahmen Anpassungen nach unten vor. Barclays stutzte das Kursziel am Mittwoch von $80 auf $70 und beließ die Einstufung auf „Equal-Weight“. Weitere Beobachter schlossen sich diesem Trend an und reduzierten ihre Zielmarken leicht, behielten ihre grundlegenden Einschätzungen zur Aktie vorerst jedoch bei.

Lizenzdeals und Berichte über Sparmaßnahmen

Um das Angebot attraktiv zu halten, setzt das Unternehmen weiterhin auf die Zunahme von Fremdinhalten im Katalog. Disney vereinbarte eine Lizenzierung ausgewählter Filme und Serien an Netflix. Dazu gehören fünf Filme aus der Reihe Ice Age sowie die ersten beiden Staffeln von Percy Jackson and the Olympians. Die Serie ist seit dem 4. Oktober für drei Monate weltweit auf der Plattform verfügbar.

Gleichzeitig kursieren Berichte über mögliche Kostensenkungen im Konzern. Medienberichten und Reuters zufolge plant das Management eine Umstrukturierung, im Zuge derer rund fünf Prozent der Belegschaft wegfallen könnten. Dies entspräche etwa 800 Stellen, unter anderem im kreativen Bereich.

Netflix lehnte eine Stellungnahme zu diesen Berichten ab, eine Bestätigung des Unternehmens liegt nicht vor. Der Quartalsbericht am 20. Oktober 2026 dürfte nun zeigen, wie sich das Umfeld auf die tatsächliche Geschäftsentwicklung ausgewirkt hat.

Anzeige

Netflix-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Netflix-Analyse vom 11. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Netflix-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Netflix-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Netflix: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Netflix